Im Ausland arbeiten & fotografieren

Dieser Blogbeitrag “Im Ausland arbeiten & fotografieren” enthält unbezahlte Empfehlungen und Markennennungen.

Du bist selbstständig und möchtest gern einmal im Ausland arbeiten? Oder du möchtest gern dein Portofolio erweitern und planst eine Menge Equipment mitzunehmen? Dann findest du im Folgenden ein paar heiße Tipps, die die Vorbereitungen entspannen und dich vor möglichen Fallen schützen.

Die Vorbereitungen fürs Ausland sind das A und O

Sollte sich bei euch die Gelegenheit ergeben, bei der ihr ins Ausland fliegen dürft, um eurem Beruf nachzugehen: herzlichen Glückwunsch! Ich weiß noch, wie aufgeregt ich bei meinem ersten Einsatz war und wie viel ich von solch einer Reise lernen konnte. Doch wenn man selbstständig ist und eine Menge Equipment mit ins Flugzeug nehmen möchte, sollte man ein paar Dinge beachten.

Step 1: Versicherungen & A1-Bescheinigung

Ein leidiges Thema, das aber immer wieder viel zu wichtig ist. Bevor ihr eure Reise antretet, solltet ihr eure Versicherungen checken. Dabei meine ich allerdings nicht nur die Technikversicherung (ist auch alles im EU- und Nicht-EU-Raum versichert?), sondern vor allem eure Sozialversicherung. Geht man im Ausland einer Tätigkeit nach, so müssen für dieses Land geltende Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden. Für kurzzeitige Aufenthalte existieren Abkommen unter den verschiedenen Ländern. Ihr seid dafür verantwortlich, einen Nachweis mit euch zu führen, dass ihr während der Reise bereits entsprechende Abgaben in Deutschland abführt.

Bei einer vorübergehenden Erwerbstätigkeit eines Selbstständigen in einem EU-Mitgliedstaat oder in den USA musst du dich bei deiner Krankenkasse oder der Deutschen Rentenversicherung melden. Die sogenannte A1-Bescheinigung kennt kaum einer, obwohl sie für Deutsche eine Pflicht-Bescheinigung ist. Für Angestellte steht der Arbeitgeber in der Pflicht, sich rechtzeitig um solch eine Bescheinigung zu kümmern. Als Selbstständiger seid ihr allerdings euer eigener Chef und tragt demnach auch die Verantwortung.

Ich persönlich bin bei der Techniker versichert und habe meinen Antrag hier erhalten: A1-Be­schei­ni­gung. Am besten ihr fragt bei eurer Versicherung einmal direkt nach. Nach erfolgreichem Antrag erhaltet ihr dann ein Dokument, das ihr während der Reise verpflichtend bei euch führt und zur Sicherheit noch einmal digitalisiert. Andernfalls kann es bei spontanen Kontrollen (Prüfung in Bezug auf Schwarzarbeit) zu ernsten Problemen kommen.

Wenn ihr jedoch privat unterwegs seid, keine Sorge! Dann braucht ihr eine solche Bescheinigung natürlich nicht. Aber prüft dennoch eure Versicherung für das teure Equipment, solltet ihr eine haben.

Der Zoll und seine Kontrollen – watch out!

Wer bereits viel fotografiert und sich einen bestimmten Umfang an Bodys und Objektiven zugelegt hat, wird wissen, was dieses Equipment an Geld gekostet hat. Und solltet ihr aus dem Ausland wieder nach Deutschland einreisen, wisst ihr bestimmt auch, dass es nur einen Freibetrag von 430,00 € für mitgeführte Waren gibt. Nun kann es vorkommen, dass der Zoll Verdacht erhebt, ihr hättet Teile eurer Ausrüstung im Ausland gekauft. Dazu zählt beispielsweise auch der Laptop oder andere technische Geräte. Um diesem Vorwurf entgegenzuwirken und teure Gebühren zu vermeiden, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Rechnung der Ausrüstung: Ihr könnt Kopien der vereinzelten Rechnungen anfertigen und mitführen. Diese beweisen im Notfall, dass ihr die Geräte bereits in Deutschland gekauft habt.
  2. Auskunftsblatt INF 3 für Rückwaren“: Dieser kostenlose behördliche Nachweis ist zwar zeitaufwendiger und nur zeitlich begrenzt gültig, aber am sichersten für die Wiedereinreise. Hier wendet man sich vorm Hinflug an das zuständige Zollbüro am Flughafen und lässt sich eine Bescheinigung über alle Modelle und Seriennummern ausstellen.

Im besten Fall werdet ihr natürlich nicht angehalten und könnt einfach eure Rückreise beenden.

Das richtige Packen – Handgepäck vs. Aufgabegepäck

Grundregel Nr. 1 für jeden Fotografen: Gib dein Leben niemals auf! D.h. packe niemals etwas von der Ausrüstung in das Aufgabegepäck. Ich würde eher mein Handgepäck aufstocken. Ansonsten wäre ich den Flug über viel zu nervös. Alles sollte ins Handgepäck, damit auch nichts verloren oder durch Stöße kaputt geht. Leider kommt hier direkt das erste Problem: das Gewicht. Denn wenn man schon ins Ausland reist, möchte man am besten viel mitnehmen. Aber mit ein paar Tricks ist auch das kein Hindernis mehr.

Nutzt zum Handgepäck das Freigepäck. Je nach Airline könnt ihr zusätzlich eine Kameratasche mitnehmen (checkt vorher die gültigen Maße). Gerade wenn diese Tasche ein Laptopfach besitzt, darf auch diese Tasche mit in die Kabine. Somit könnt ihr das Gewicht schon sehr gut aufteilen. Ich reise hier immer mit meinem Fotorucksack und einer Fototasche. Zusätzlich kannst du dir deine Kamera mit Objektiv auch um den Hals hängen, wenn du möchtest. Dieses Gewicht wird dann nämlich nicht gezählt. Man darf die Summe des Gepäcks wirklich nicht unterschätzen, wenn man noch Ersatzklamotten und Beauty-Produkte beachtet. Sollte der Hauptkoffer nämlich verloren gehen oder spät nachkommen, ist man froh, Ersatz im Handgepäck zu haben.

Zusätzlich ein kleiner Tipp, damit bei der Sicherheitskontrolle alles fix geht: Packe die Akkus, Batterien und Kabel in eine kleine Extratasche. Diese kannst du schnell auspacken und zeigen. Gerade bei Akkus & Co. können immer mal Nachfragen kommen. Übrigens: Akkus dürfen auf keinen Fall in das aufgegebene Gepäck verfrachtet werden. Es besteht die Möglichkeit, dass sie explodieren – keine schöne Situation, wenn das in der Luft im Frachtraum passiert. Akkus müssen daher stets zugänglich sein.

Vor Ort: Schleppt nicht alles mit euch rum

Wenn ihr dann endlich vor Ort angekommen seid und die ersten ToDos auf der Liste stehen, überlegt, was ihr fotografieren möchtet. Schätzt Situationen und das dazu passende Equipment ein. Ansonsten schleppt ihr alles mit euch rum und das geht ganz schön auf den Rücken (ich spreche aus Erfahrung). Natürlich ist der Tagesablauf immer sehr individuell und kundenabhängig (oder von eurer privaten Planung). Aber meistens hat man im Ausland einen definierten Tagesplan, bei dem man erst wieder gegen/oder am Abend im Hotel einkehrt. Hier müsst ihr einfach ein bisschen auf eure Erfahrung vertrauen oder auf euer Bauchgefühl hören. Überlegt, welche Linsen ihr wirklich braucht und wie ihr diese einsetzen möchtet.

Habt immer das Ziel vor Augen: Was möchtet ihr?

Die Verlockung ist meistens groß. Man hat im Kopf, nur eine begrenzte Zeit vor Ort zu sein und möchte am liebsten 24 Stunden durchgehend fotografieren. Dies wäre allerdings nicht sonderlich effektiv. Habt vielmehr parallel im Kopf, was ihr mit euren Aufnahmen erreichen möchtet. Wenn ihr einen Kunden an der Hand habt, wird dieser bestimmte Wünsche haben. Denkt daher immer an ein detailliertes Briefing, damit nicht erst im Nachhinein auffällt, was man noch alles hätte einfangen sollen. So seid ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Die Ablenkung im Ausland ist ständig vorhanden. Immerhin fließen tausende Eindrücke auf einen ein. Daher ist es umso wichtiger, sich immer wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zusätzlich ist es ratsam, permanent das Material zu prüfen. Ich schaue beispielsweise vor Ort schon immer direkt alles an und merke, ob ich die nötigen Shots im Kasten habe. Dabei zoome ich auch viel in die Bilder hinein, um direkte Qualitätskontrollen zu machen. Ich bin ein absoluter Schärfeliebhaber und dreh am Rad, wenn Bilder nicht richtig fokussiert sind. Um sich nachher nicht zu ärgern, prüfe ich lieber direkt. Auch wenn es zeitaufwendiger ist. Das gleiche gilt bei Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen, bei denen ihr ohne Blitz fotografiert (meiner Meinung nach die Königsklasse…). Hier ist gerade bei Menschen umso wichtiger, dass Konturen im Gesicht vorhanden sind und dass das Rauschen durch erhöhte ISO-Werte im grünen Bereich bleibt.

Stellt euch eine Challenge!

Ich liebe es (privat wie auch beruflich), mir immer kleine Challenges zu stellen. So habe ich mir beispielsweise auf Mallorca vorgenommen, die Insel so zu fotografieren, dass alle Vorurteile und Klischees aufgehoben werden können. Außerdem wollte ich jegliche Menschen(massen) auf Fotos vermeiden, um potenzielle DSGVO-Problematiken auszuschließen. 😉

Für New York hatte ich mir ebenfalls ein paar Motive vorgenommen, die ich unbedingt einfangen wollte. Und wenn dieser Fall dann eintritt, fühlt man sich einfach nur bestätigt und zufrieden. Generell bin ich mehr der Fan davon, im Ausland bekannte oder berühmte Fotospots zu umgehen, da diese Motive wirklich jeder auf der Kamera hat. Viel mehr suche ich mir selbst Winkel und Ecken, die die Destination aus meiner Sicht wiedergeben. Schwimmt stets gegen den Strom und werdet kreativ! Und zu guter letzt: Schaut nicht ständig durch die Linse oder das Smartphone. Hebt den Kopf und lasst euch Zeit, eure Umgebung kennenzulernen. So entdeckt ihr auch Motive, die nicht jedem direkt ins Auge springen.

Nachbearbeitung: Denkt bereits vorab an das finale Bild

Ein Punkt, den ich seit Jahren verfolge: Ich habe beim Fotografieren direkt das finale Bild vor Augen. Ich weiß bereits vor Ort, wie ich das Bild im Nachhinein optimieren möchte. Wenn ihr diesen Schritt im Hinterkopf behaltet, werdet ihr vor Ort auch schneller zufrieden sein und mit Euren Vorhaben abschließen können. Denn dann bleibt umso mehr Zeit fürs Genießen und Wirken lassen – auch ein sehr, sehr wichtiger Aspekt beim Arbeiten und Fotografieren im Ausland!

Last Step: Genießen.

Ohne innerliche Ruhe und Vertrauen zum eigenen Können wird man die Zeit im Ausland weniger genießen können. Es ist vielmehr wichtig, die Zeit vor Ort effektiv und nachhaltig nutzen zu können und das auch mal ohne Kamera. Daher ist es wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, was man gern fotografieren möchte. Drum herum kann man die Zeit “privat” einsaugen und vor allem die Menschen und die Kultur spüren. Ich lieb es (wenn ich privat unterwegs bin), mich eine Zeit lang in ein zentrales Café zu setzen und den ganzen Trubel drum herum zu beobachten. So kommt man meines Erachtens erst richtig im entsprechendem Land an. Diese Vibes könnt ihr dann umso besser in eure Arbeiten einfließen lassen. Der Jackpot tritt ein, wenn die Betrachter nachher beim Ansehen der Bilder spüren, wie es vor Ort gewesen sein muss.

Datensicherung für die, die es ernst meinen

Dieser Blogbeitrag enthält Erwähnungen/unbezahlte Werbung für Hardwarehersteller im Bereich Datensicherung.

Datensicherung – was genau beschreibt dieses Wort eigentlich im Jahr 2019? Während alle über Datenschutz reden, möchte ich doch gern mal über die professionelle Sicherung quatschen. Denn nicht nur Fotografen und andere Kreative sind meist abhängig von einer guten Datensicherung. Auch Private schätzen ihre Urlaubsbilder als Erinnerung oder andere wichtige Dateien für den Alltag.


“speichern unter…”, erst mal auf den Desktop. Was soll schon schief gehen?

Im Alltag wird gespeichert, was das Zeugs hält. Und dabei meine ich nicht nur “Strg+S” bei Uniarbeiten. Der größte Anteil unserer privaten Daten sind wohl Fotos aus jeglichen Lebensjahren oder irgendwelche Dateien aus dem Internet. Schnell mal “Speichern unter… Desktop” und man ist erst einmal sicher. Denkt man – aber wie häufig hast du schon einmal nach einer bestimmten Datei gesucht? Mit der Zeit können sich schon einmal eine Menge Ordner und einzelne Dateien anhäufen. Ich habe mir aus diesem Grund mittlerweile ein System angewöhnt, welches super simpel und einfach beizubehalten ist. So findest du alles auf Anhieb, auch noch nach mehreren Jahren. Hier ein Beispiel:

 

 

Ihr seht hier einen kleinen Einblick, in dem ihr erkennen könnt, dass ich erst nach Bereich, dann nach Jahr und nach Monaten sortiere, bevor ich detailliert und projektbezogen werde. Aber auch hier lege ich Ordner chronologisch ab, um zu sehen, welche Jobs am Anfang des Monats stattgefunden haben und welche am Ende. Aufgrund von sensiblen Daten ist der Bereich hier mal unkenntlich gemacht.

Jeder einzelne Ordner beinhaltet einen Job mit Rohmaterial und bearbeiteten Bildern, noch einmal extra sortiert. Dieses sehr einfache System lässt sich eigentlich auf alles anwenden. Auf eure privaten Bilder oder auch auf eure geschäftlichen Dateien.

Kleiner Tipp für Zahlenverliebte: Auch ein Sortiersystem mit der Struktur JJJJ-MM-TT_Projekt (z.B. 2019-01-17_MeinProjekt für den 17. Januar 2019) wäre denkbar und sinnvoll. Sortiert man den übergeordneten Ordner nach Namen, was das Betriebssystem i.d.R. automatisch tut, so werden die Projekte direkt chronologisch angezeigt.

Jetzt zu der korrekten Datensicherung

Da ein PC oder Laptop meist recht beschränkt ist, was den Speicherplatz betrifft, greifen bereits viele auf externe Festplatten zurück. Der erste, sehr gute Schritt! Aber was hier viele vergessen: dieses Speichermedium hält nicht ewig.

Mit durchschnittlich zehn Jahren kann man immerhin rechnen. Dabei muss jedoch auch auf den richtigen Umgang geachtet werden. Stürze sollten komplett vermieden werden sowie hohe Luftfeuchtigkeit, um das Rosten mechanischer Teile auszuschließen. Auch sich in der Nähe befindliche Magnetfelder können zum Datenverlust führen. Ich persönlich habe bei meinen alten externen Festplatten irgendwann unregelmäßige Probleme festgestellt, wie eine erhöhte Lautstärke, wenn sie im Betrieb waren. Oftmals wurden sie auch vom Rechner nicht mehr erkannt, was ebenfalls erste Zeichen eines größeren Problems sind. Daher hieß es: schnell eine neue Platte, neue Sicherung!

Aus Fehlern lernen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man häufig auf die Nase fallen muss, um letztendlich dazuzulernen. Denn auch ich habe bis letztes Jahr nur mit externen Festplatten gearbeitet. Als ich dann aber die obenstehenden Probleme bemerkte, wollte ich vorsichtshalber die wichtigsten Daten sichern, falls etwas passieren sollte. Das Schicksal hatte mir allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn gerade als ich retten wollte, war alles im Eimer. Schön blöd. Die Platte wurde nicht mehr erkannt und die Daten waren somit nicht mehr einzusehen. Diagnose: Datensicherung fehlgeschlagen.

Mit bestimmten Datenrettungsprogrammen, einer großen Portion Nerven und mehreren Nächten hohen Stromverbrauchs, konnte allerdings eine Menge wiederhergestellt werden. Allerdings ohne Ordnerstruktur, ohne Dateinamen und ohne Erstellungsdaten. Ein reines Chaos – aber immerhin war ein Teil wieder da.

Mir war nun klar, ich muss diese Thematik nun etwas ernster nehmen und professioneller arbeiten. Immerhin müssen mir meine Kunden auch auf dieser Ebene vertrauen können, dass kein Rohmaterial vor der Bearbeitung flöten geht. Und wer seine Nase schon in das ein oder andere Unternehmen gesteckt hat, wird wissen, dass das Arbeiten mit einem Server die beste Möglichkeit ist, seine Daten nachhaltig zu sichern. Somit recherchierte und verglich ich mehrere Systeme.

→ die nächsten Infos beziehen sich eher auf geschäftlich arbeitende Personen. Meine privaten Empfehlungen findest du weiter unten.

Zunächst möchte ich drei vollkommen unterschiedliche Begrifflichkeiten erklären und diese vor allem voneinander abgrenzen:

Datenspeicherung: Das eigentliche Speichermedium, auf dem die Daten liegen, kann aus einer einzigen Festplatte, oder einem Verbund aus mehreren Festplatten bestehen. Das Speichermedium kann jederzeit ausfallen. Die Ausfallwahrscheinlichkeit kann durch ein sogenanntes RAID (später mehr dazu) minimiert werden.

Datensicherung: Wenn das eigentliche Speichermedium ausfällt, sollte eine Sicherung (ein sogenanntes Backup) vorliegen, damit die ansonsten verloren gegangenen Daten zurück kopiert werden können.

Server: Das Speichermedium soll möglicherweise mehreren Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Dafür muss es an das Netzwerk angeschlossen werden. Im einfachsten Fall handelt es sich um ein NAS (Network Attached Storage), der tatsächlich nur als Speicher im Netzwerkverbund dient. Ein Server im allgemeinen Sinne stellt zusätzlich ggf. noch weitere Dienste zur Verfügung. Dieser kann im lokalen Netzwerk über Portfreigaben im Router auch über das Internet zugänglich gemacht werden. Anschließend ist der Zugriff auf die Daten und Dienste prinzipiell von überall auf der Welt möglich.

Investitionen, die sich lohnen

Als Fotografin und Selbstständige weiß ich, dass meine Daten mein Ein und Alles sind. Und ich rede nicht nur von den Fotos, sondern vor allem auch von wichtigen Dokumenten: Rechnungen, Angebote, Leistungen, Listen, Steuerdokumente, Dokumentationen,… all das existiert aufgrund der Weiterverwendung häufig rein digital und kann schneller weg sein, als man meinen mag. Daher hatte ich auch keinerlei Sorgen, zu investieren. Und ich würde auch jedem anderen empfehlen, nicht an solch wichtigen Stellen zu sparen. Wenn deine Daten für dein Geschäft essenziell sind, beschäftige dich mit dem Thema Datensicherung!

Hier seht ihr meine Lösung. Eingebaut in einem alten Flightcase, das noch zusätzlichen Stauraum für Kabel und rundum Schutz bietet.

Ich persönlich nutze aktuell die Synology Rackstation RS816 NAS 4-Bay 16TB inkl. 4x 4TB WD RED WD40EFRX. Vier Speicherplatten sind aktuell seit 12 Monaten das Zuhause meiner digitalen Unterlagen. Mein iMac wird nicht mit zu vielen Daten vollgemüllt und ich kann zusätzlich auch von meinem Laptop weiterarbeiten, den ich ebenfalls häufig in Gebrauch habe. Ich kann ganz einfach von überall auf der Welt via WLAN oder LTE auf meine Daten zugreifen, wenn ich das möchte. Aber der beste Vorteil an diesem System: Datenverlust ist besonders schwer zu erreichen.

ERROR – es kann dich jederzeit erwischen

“Volumenfehler” – mehr wurde mir während meiner Bildretusche nicht angezeigt. Der Server trennte sich und ich konnte nicht mehr auf meine Daten zugreifen. Leichte Panik machte sich breit, vor allem als er noch anfing, laut zu piepen. Lampen blinkten und sagten mir hiermit: eine der vier Platten war zerstört… Nun ja, ich musste es akzeptieren. Denn das kann jeden Moment passieren. Ich konnte aber entspannt bleiben, denn im einem solchen Fall liegen die Daten glücklicherweise 1-fach redundant parallel auf den anderen drei Platten, sodass sie einfach wiederhergestellt werden können. ♥ Das ist dank eines RAID-Systems möglich. Ich kaufte nun lediglich eine neue Platte als Ersatz und konnte nach dem Einbau der neuen Festplatte normal weiterarbeiten.

Hier eine kleine Übersicht meines Workflows zum Thema Datensicherung:

  • Fotoshooting erledigt → Speicherung des Rohmaterials (RAW-Dateien) auf dem Server und lokal auf dem Rechner
  • Bearbeitung des Rohmaterials vom Rechner aus
  • Postproduktion erledigt → direkte Speicherung auf dem Server + Info/Abgabe an den Kunden

→ Nach einem halben Jahr sind die erledigten Jobs meistens final abgehakt und es kommen keine Nachfragen mehr bezüglich Nachlieferungen. Daher lösche ich die Daten von meinem lokalen Rechner und behalte weiterhin die Daten auf dem Server als BackUp. So bleibt der Rechner auch lange rechenstark. Am Ende des Jahres werden die Daten mit Hilfe eines Backup-Tasks per „USB Copy“ auf eine externe USB3.0-Festplatte verschoben, die eingelagert werden kann, und vom Server entfernt, um für neue Projekte Platz zu schaffen.

→ Sobald die Festplatten vom Server voll sind, lässt sich das System dank Synology Hybrid RAID (SHR) sehr einfach erweitern: Mindestens zwei der 4TB HDDs gegen größere Festplatten austauschen und ganz normal weiterarbeiten. Wichtige Daten (wie Rechnungen usw.) sichere ich noch einmal extra auf einer externen Festplatte, die ich fix über USB anschließen und aktualisieren kann. So kann ich schneller drauf zugreifen und muss nicht ständig an meinem Server herumstöpseln.

Zu empfehlen ist trotz der redundanten Speicherung auf dem Server ein z.B. automatisiertes monatliches Backup der Daten auf einer externen Festplatte, die mit dem Server per USB verbunden wird und anschließend sicher verwahrt werden kann.

Möchte man jetzt noch sicherer vorgehen, empfehle ich eine zusätzliche Cloud. Ich habe das System Synology NAS & Backblaze B2 Cloud Storage im Hinterkopf. Da diese zusätzliche Möglichkeit natürlich auch wieder Geld kostet, bleibt es bei mir vorerst nur eine weitere Option. Ein Vorteil wäre aber die dezentrale Speicherung der Daten, die z.B. auch die Sicherheit im Brandfall gewährleistet.

Beruflich: Server!

Tipp vorab: Achte bei Anschaffung eines RAID-Systems darauf, Festplatten aus unterschiedlichen Herstellungschargen zu bestellen. Häufig weisen Festplatten aus ein und der selben Charge ähnliche Fehlercharakteristika auf. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Festplatten im gleichen Zeitraum kaputt gehen. Das kann z.B. während des Wiederherstellungprozesses zu einem großen Problem werden!


Ich kann allen beruflich tätigen Lesern da draußen empfehlen, in ein Server-System mit vier, anstatt zwei, Platten zu investieren, da du so wesentlich mehr Speicherplatz hast (sollten deine Datenmengen irre groß sein). Durch die im einfachsten Fall (RAID 1) parallel laufende Speicherung wird nämlich die zur Verfügung stehende Speichergröße halbiert.

Nice to know: RAID-Systeme (RAID: Redundant Array of Independent Disks) bieten eine höhere Ausfallsicherheit als eine einzelne große Festplatte, indem gezielt redundante (mehrfach vorliegende) Informationen/Daten erzeugt werden. Dadurch sollen beim Ausfall einzelner Speichermedien die Integrität und Funktionalität des RAIDs beibehalten werden. Nach Ersetzen der ausgefallenen Festplatte kann der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Der Wiederherstellungsprozess wird als Rebuild bezeichnet.

Wichtig ist an dieser Stelle zu verstehen, dass eine redundante Datenspeicherung nicht mit einer Datensicherung zu verwechseln ist:

– Eine Datensicherung dient im Falle eines Ausfalls dazu, die Möglichkeit zu haben, die Daten aus einer sicher gelagerten Quelle, dem sogenannten Backup, zurück zu kopieren. 

– Die redundante Datenspeicherung vermeidet im Idealfall den Ausfall des Speichermediums, verringert aber zumindest das Risiko eines Datenverlusts.


Ich besitze aktuell 4x 4 TB, also könnte ich nach Abzug 8 TB anstatt der 16 TB effektiv nutzen. Intelligentere Verfahren wie RAID 5 oder SHR ermöglichen eine einfache Redundanz bei „Opferung“ von lediglich einer von vier Festplatten.

Flexibles und sicheres Arbeiten ist somit garantiert. Gerade wir Fotografen haben so gut wie täglich mit enormen Datenmengen zu kämpfen. 1 TB Speicherplatz ist da super schnell voll. Ein weiterer Vorteil: Via WLAN oder LTE und entsprechender Netzwerkonfiguration ist es ermöglich, auch von anderen Orten aus auf deinen Server zuzugreifen.

Privat: nicht nur auf eine externe Festplatte setzen

Jetzt kommen wir zum Privatnutzer, der natürlich keinen Server braucht. Es sei denn, du bist einfach interessiert an dem Thema – dann schlag’ zu!

Eine große externe Festplatte löst das Problem von geringem Speicher auf deinem Laptop/deinem Rechner im Handumdrehen. Diese gibt es mittlerweile schon mit Kapazitäten bis zu 16.000 GB. Allerdings kann so auch viel auf einmal verloren gehen, sollte etwas vorfallen. Daher würde ich immer empfehlen, regelmäßig neue Platten zu kaufen und die alte fachgerecht zu lagern (Klebeetikett mit Inhalt und Jahresangabe nicht vergessen). Ab und zu kannst du schauen, ob noch alles zu erreichen ist und bei auftretender Skepsis, solltest du alle wichtigen Daten auf eine neue Platte ziehen – oder am besten direkt doppelt speichern. Viele Hersteller bieten direkt 2-Bay- Festplatten an, die intern über ein RAID-System mit Redundanz verfügen.

Ich würde hier beispielsweise eine Platte mit 1 TB (= 1.000 GB) oder 2 TB empfehlen. Du hast einen USB-3.0-Port am Laptop/Rechner? Dann achte am besten auch bei der Platte auf einen USB-3.0-Anschluss. So übertragen sich deine Daten besonders schnell. Zusätzlich ist es besser, wenn deine neue Festplatte keine extra Stromversorgung über die Steckdose benötigt. Wähle lieber eine mobile, die allein über USB funktioniert – viel praktischer und entspannter. Und wenn du sie benutzt, am besten nicht auf der Tischkante oder auf dem Schoß – Stürze jeglicher Art sind vorprogrammiert und zerstören nicht nur das Gehäuse, sondern möglicherweise auch die empfindlichen Daten (insbesondere bei konventionellen HDDs; SSDs sind zur Zeit leider noch relativ teuer). Zusätzlich solltest du auch Überhitzungen vermeiden (wer arbeitet nicht mal gern vom Bett aus).

Es ist aufwendig, keine Frage. Ich habe auch immer gedacht, dass schon nichts passieren wird. Aber wenn dann doch mal etwas passiert, ist man sehr dankbar, eine gute Sicherung zu haben. Denn jedes einzelne Foto wurde gemacht, um uns lange zu erinnern – oder?


→ Solltest Du noch offene Fragen zu diesem Bereich haben, schreibe mir gern. Vielleicht kann ich weiterhelfen!

Selbstständig durch Masterplan – TEIL 2

Bereit für den zweiten Teil zum Thema “Selbstständig durch Masterplan”?


Im ersten Teil habe ich ein paar Basics aufgezeigt, die ganz interessant sind, wenn man strukturiert und selbstständig starten möchte. Der Schritt ins Blaue erfordert nicht nur Mut, sondern auch eine Menge Eigenständigkeit und Durchhaltevermögen und das bis ins kleinste Detail. Hier eine kleine Übersicht, was der zweite Teil beinhalten wird:

→ Finanzen – Geschäftskonto einrichten
→ Nehme ich Förderungen in Anspruch?
→ Privater PKW – Fahrtenbuch?
→ Dein Hab & Gut: Professionelle Datensicherung
→ Reibungsloser Alltag? Gute Orga auf dem Schreibtisch ist die halbe Miete
→ Eigene Unternehmensphilosophie: Was möchte ich erreichen und warum?


Mit eigenen Händen etwas Großes schaffen – ein wundervolles Gefühl!

Gib deinem verdienten Geld ein Zuhause:

Starten wir mit dem, was Deine Existenz sichert: deine Finanzen. Bisher hast Du wahrscheinlich nur ein Konto für alles, oder maximal noch ein Tagesgeldkonto für kleine Sparaktionen. Möchtest Du aber selbstständig arbeiten und eigene Ausgaben und Einnahmen organisieren, lohnt sich ein losgelöstes Geschäftskonto. So behältst Du immer den Überblick und hast gleich einen großen Vorteil bei der Buchhaltung – die Organisation Deiner Zahlungsverläufe.

Viele Banken bieten sogar extra Vorteile für Existenzgründer an, bei denen man beispielsweise 50 % der Kontoführungsgebühren spart. Auch wenn einige Girokonten umsonst sind, ist solch ein Geschäftskonto selten kostenlos. Aber keine Sorge, die monatlichen Kosten sind wieder eine Geschäftsausgabe, die Du bei der Steuer gegenrechnen oder gar absetzen kannst. Ich habe damals viel verglichen und habe einen persönlichen Beratungstermin wahrgenommen, nach dem ich mich gut informiert fühlte. Wenn Du Dich selbstständig machen möchtest, sind professionelle Beratungen wirklich keine verschenkte Zeit.

Förderungen? Oder aus eigener Kraft?

Wenn Du als Existenzgründer startest, hast Du eine Menge Möglichkeiten Förderungen zu bekommen. Neben vielen eigenständigen Förderungen gibt es aber auch die Angebote des Arbeitsamtes (hier findest Du eine gute Zusammenfassung). Allerdings ist nicht jeder berechtigt, solche Zuschüsse zu bekommen. Das fängt schon damit an, wie das letzte Arbeitsverhältnis geendet ist.

Ich persönlich habe bereits seit 2011 mein Gewerbe und bin laut Papier ein alter Hase. Zusätzlich habe ich selbst mein Arbeitsverhältnis beendet, weshalb ich beim Arbeitsamt eine Art Sperre bekommen hätte. Beendet man sein Arbeitsverhältnis aus eigener Entscheidung, sollte der Plan für danach wirklich wasserdicht sein.

Denn auch selbstständig arbeiten bedeutet eine Menge Investition und Risikobereitschaft – mit einem finanziellen Puffer bist Du ruhiger und kannst konzentrierter starten. Daher bin ich auch mit … wie sagte es meine Bank … ich bin mit Guthaben gestartet. Für alles was danach kommt, bin ich dann natürlich selbst verantwortlich. Aber genau dieser Reiz macht das Ganze so aufregend.

Regelmäßige Ordnungsstrukturen vereinfachen den Alltag.

Von A nach B und dann noch kurz nach C – Fahrtenbuch & privater PKW

Der Weg ist das Ziel. Ich wohne seit 2015 in Braunschweig, habe aber aufgrund meiner aktiven Zeiten in Schleswig-Holstein und Hamburg häufig Aufträge im Norden. Das heißt ich fahre viel Auto. Sehr viel. An einem Wochenende können locker 400-500 km zusammenkommen und dem Geldbeute ist das nicht ganz egal. Da all diese Kilometer aber geschäftlicher Natur sind, möchte ich das natürlich profitabel organisieren. Deswegen habe ich mich für die Variante eines Fahrtenbuchs entschieden. Modernes Zeitalter sei Dank – ich kann eine App nutzen und muss keine analoge Zettelwirtschaft führen.

Ich muss gestehen, zu Beginn meiner diesjährigen Selbstständigkeit war die Benutzung dieser App etwas gewöhnungsbedürftig, denn keine Strecke darf unaufgezeichnet bleiben. Egal ob ich zum Einkaufen fahre, die Oma besuche oder zu einem Job muss – jede Tour muss getrackt und eingestuft werden (privat oder geschäftlich). Am Ende des Monats werden dann alle Fahrten zusammengefasst. Bei meiner Buchhaltung brauche ich dann nur die geschäftlich gefahrenen Kilometer angeben und die dazugehörigen Nachweise gut aufheben (das Finanzamt kann immer Papiere einfordern!).

Letztendlich habe ich mich auch schnell an das Tracken gewöhnt. Man fährt gar nicht mehr los, ohne auf den “Aufzeichnen”-Knopf zu drücken. Und sollte man es doch mal vergessen – no worry! Man kann alles nachtragen.

“Medium konnte nicht erkannt werden” – okay stopp!

Gleich vorab: Dieser Punkt sollte eigentlich noch einmal einen gesonderten Blogbeitrag bekommen. Denn das Thema “Professionelle Datensicherung” ist so komplex und wichtig, da reichen drei kleine Absätze nicht aus. Und auch wenn das Thema recht trocken ist, sollte sich jeder fragen, wie er mit seinen Daten/Dateien umgehen möchte.

Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass externe Festplatten nicht die endgültige Lösung sind. Anfang des Jahres wollte ich eine meiner Platten auf einer neueren sichern, denn vier Jahre war das Speichermedium mittlerweile schon alt. Dass sie vorher schon ab und zu nicht erkannt wurde, hat mich nur peripher tangiert. Immerhin ging es ja beim zweiten oder dritten Versuch … bis zu diesem einen Moment.

Je digitaler, desto unsicherer. Denke immer an gute Sicherungen!

So saß ich verzweifelt vor meinem Laptop und stöpselte seit geraumer Zeit das USB-Kabel rein und raus. Nichts passierte, rein gar nichts. Ich setzte dann eine Menge auf meinen Freund, der sich mit dieser Thematik gut auskennt. Aber auch er konnte mir wenig Hoffnung machen. Das Ende vom Lied (wie gesagt, ein ausführlicher Bericht folgt) war, dass wir nach mehreren Datenrettungsprogrammen eines gefunden hatten, was innerhalb einer Woche Laufzeit (168 Stunden!) über 90% meiner Daten wiederherstellen konnte. Allerdings ohne Ordnerstruktur, mit kryptischer Benennung und komplett durcheinander.

Auf der einen Seite war ich sehr beruhigt, dass meine Dateien wieder da waren. Allerdings fühlte ich mich mit diesen externen Platten auf Dauer auch nicht wohl. Daher entschieden wir uns für einen Server. Dieser steht jetzt in meinem Büro und gibt mir die Sicherheit, die ich brauche. Selbstverständlich sind die Kosten für ein solches Gerät auch kein Zuckerschlecken, aber die Investition lohnt sich! Auch, wenn man es vielleicht nicht direkt spürt. Aber gerade als Fotograf/in oder generell, wenn man selbstständig ist, ist es nicht schlecht seine Arbeiten gut zu sichern.

Schlachtfeld vs. geweihtes Land – Der Schreibtisch

Wenn ich nicht gerade Shootings habe oder auf Terminen bin, sitze ich eigentlich den ganzen Tag am Schreibtisch. Nachbereitung, Nachbearbeitung, Mails, Angebote, Rechnungen, Buchhaltung, dieser Blog hier – alles findet am selben Ort statt. Mein Home Office ist mein ein und alles, ich liebe es! Und ich habe glücklicherweise auch kein Problem mit dem in der Nähe stehendem Sofa oder TV. Wenn Du Dein Ding aus reinem Herzen machst und Deine eigenen Arbeitszeiten beachtest, lenkt Dich Dein Haushalt eigentlich auch nicht ab.

Daher ist ein geordnet Platz mit allen wichtigen Dingen die halbe Miete. Das sind bei mir einmal mein MacBook und mein Bildschirm, zwei Schreibtischlampen (eine fürs Licht, die andere fürs Feeling), genügend (und schöner!) Stauraum für Bürozeugs (Umschläge, Porto, Verpackungsmaterial, Stifte etc.) und ein Ablagesystem für die Buchhaltung. Hier sammle ich monatlich alle von mir geschriebenen Rechnungen und all meine Ausgaben in Form von Bons und Rechnungen. Und das dekorative Pflanzengrün darf selbstverständlich auch nicht fehlen!

Zu guter Letzt habe ich immer eine wöchentliche ToDo-Liste neben mir liegen, auf der ich fleißig Kreuze machen kann. Die wird jeden Freitagabend geschrieben, um in der kommenden Woche nichts Wichtiges zu vergessen. Und zum Feierabend heißt es: aufräumen! Denn am Morgen an einen geordneten Platz zu kommen, motiviert ungemein. Natürlich schaffe ich das nicht immer, das gebe ich zu. Aber ich ärgere mich dann auch tatsächlich sehr, wenn ich erst einmal Klarschiff machen muss, bevor ich starten kann.

Das Gefühl nach dem Abhaken – grandios, oder?

Wo will ich hin und warum? Kenne Dein Ziel!

Im Studium stand eins immer an oberster Stelle – die Zielsetzung. Und das ist nicht nur theoretisch ganz clever, sondern auch praktisch. Bevor man mit seinem eigenen Business startet, sollte man sich immer vor Augen führen, wo man hin möchte und warum. Was macht Dich einzigartig und hebt Dich von der Konkurrenz ab? Warum willst Du Dich selbstständig machen?

Die Fotografie-Branche ist da so eine Sache. Fotografen gibt es wie Sand am Meer und die Anzahl neuer Fotografen-Gewerbe steigt täglich. Das heißt, es ist nicht gerade einfach, sich durchzusetzen und sich von anderen Kollegen abzuheben. Denn tolle Tiefeunschärfe, eine Vielzahl von Presets und “ungestellte” Szenen sind nicht schwierig zu erarbeiten. Wenn Du von Deiner Leidenschaft allerdings leben möchtest, musst Du Deinen Kunden zeigen, warum sie genau Dich buchen sollten.

Ich habe mir als Ziel gesetzt, zu begeistern und das nicht nur mit meiner Arbeit. Momente und Feelings sollen für die Ewigkeit festgehalten werden und das auf eine bodenständige und bescheidene Art und Weise. Auf Hochzeiten bin ich Fotografin und Brautjungfer gleichzeitig – ich beruhige, bringe sogar mal die Ringe oder den Brautstrauß mit zur Trauung und schnüre auch mal die Braut ins Kleid, weil die Mutti zu aufgeregt ist und zittrige Hände hat. Und am Ende der Veranstaltung möchte ich am besten gar nicht erst bemerkt worden sein. Ich möchte Bilder kreieren, die den Betrachter genau zu den erlebten Situationen zurückbringen.

Mit Firmen möchte ich Authentizität ans Licht bringen und die vollste Zufriedenheit erreichen. Meine Arbeit soll Neukunden generieren und das Unternehmen professionell platzieren. Dabei bilde ich mit meinen Auftraggebern eine Art Team und fotografiere immer wieder in Zusammenarbeit – ein großartiges Gefühl!

In allen Fällen habe ich aber vor allem ein Ziel: Weiterempfehlung durch Mundpropaganda. Etwas, was ich seit Jahren pflege und sehr schätze. Denn eine bessere Werbung bekommst Du nicht für Dein Unternehmen.

Kenne Deine Stärken und hinterlasse Fußabdrücke

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein geordneter Überblick, Respekt vor dem eigenen Können und ein bisschen Furchtlosigkeit die richtigen Gewürze fürs selbstständige Arbeiten sind.

Hab keine Angst vor Veränderungen oder vor Niederlagen. Das Leben kann schon mal ruckeln, wenn man in den nächst höheren Gang schaltet. Aber umso besser fährt es sich dann. 😉

#clickwithlove