Jahresrückblick → 2018

Dieser Blogbeitrag enthält Werbung für Interpreten, Unternehmen, Hotels und Produkte.

→ Der folgende Jahresrückblick zeigt, wie ich über 12 Monate wachsen konnte. Welche Songs mich dabei besonders intensiv begleiteten und was ich mir für 2019 mitnehme. 

3, 2, 1, ….frohes neues Jahr!

…diesen Moment feierten wir mit einigen Freunden in Hamburg. Klebrige Berliner und der ein oder andere Sekt machten den Jahreswechsel perfekt. ♥
Bereits der Sonnenschein an Neujahr war ein gutes Indiz dafür, dass 2018 großartig und besonders werden würde. Untermalt vom ersten Song, der mich bis heute zum Strahlen bringt: So Far Away (feat. Jamie Scott & Romy Dya).

Januar – warum nicht direkt zu beginn mutig sein?

Nun war es da, das neue Jahr. Anstatt unsinniger Vorsätze wie mehr Sport und weniger Schokolade (ich bitte euch…) nahm ich mir lieber vor, etwas Neues zu erleben. Ich liebe es, mich auf Dinge zu freuen und so richtig in der Vorfreude zu baden. Rückblickend war 2018 das Jahr, in dem ich mich am meisten auf irgendwelche Sachen freuen konnte – große wie kleine Dinge. Die größte Entscheidung stand bereits direkt Anfang Januar an, genauer gesagt am 03.01.2018. Ich nahm jeglichen Mut zusammen und verkündete offiziell meinen Entschluss, mich mit meiner Leidenschaft selbstständig zu machen und mein sicheres Arbeitsverhältnis an den Nagel zu hängen.

Die traurige Palme sieht jetzt übrigens wesentlich besser und glücklicher aus.

Zuhause wurde ich dann mit diesem Ballon überrascht, den ich bis heute noch nicht entsorgen konnte. Das Glück, das an diesem Tag begann, hält bis heute an und ich bin unendlich dankbar, dass 2018 bereits so großartig starten konnte.

Der Entschluss war somit gefasst. Ich freute mich auf die kommende Selbstständigkeit und die Tage als Social-Media-Managerin waren gezählt (Song: Step By Step – Taurus Riley).

Das nächste Highlight war ein Kurzurlaub an der Ostsee, mit ganz besonderen Herzensmenschen. Spieleabende, gutes Essen und lange Spaziergänge am Strand – es war alles perfekt. Naja gut, bis auf meine Nasennebenhöhlenentzündung, aber die steckte ich ganz gut weg.

Februar – das Schicksal meinte es gut

Die Planungen und Vorbereitungen für meine Selbstständigkeit wurden immer ernster. Mitte Februar war es dann soweit – der letzte Arbeitstag bei meinem alten Job war vorüber, der Blumenstrauß in meinem Arm riesig groß und die Freude auf das, was kommt noch viel größer. So wirklich greifen konnte ich es an diesem Tag noch nicht, auf was ich mich da eingelassen hatte. Daher nahm ich mir eine kurze Auszeit und genoss einfach die Dinge, die mich glücklich machten. Kann ich nur empfehlen! Einfach mal sich selbst rausnehmen und im hier und jetzt leben. Dabei hörte ich häufig (und laut) den Song “How Far I’ll Go” von Alessia Cara., der auch mit seinen Lyrics einfach so gut passte:

… “See the line where the sky meets the sea? It calls me
And no one knows, how far it goes
If the wind in my sail on the sea stays behind me
One day I’ll know, if I go there’s just no telling how far I’ll go” …

Wohl DAS Buch aus 2018. Viele haben es gelesen und liebten es genau so wie ich.
Was die perfekte Auszeit abrundet: ein bisschen Hamburg und ein bisschen Fischbrötchen an den Landungsbrücken.

Da es am 01.03. offiziell losgehen sollte, waren noch einige Dinge zu erledigen. Versicherungen, Erstellung von Verträgen, Rentenvorsorge, Zielsetzungen… Dass es keinen Punkt gab, an dem ich zweifelte, wäre gelogen. Beim Durchrechnen meiner Fixkosten hatte ich häufig Angst, nicht genügend Aufträge zu bekommen. Aber dann kam der Anruf, der mich voll und ganz für 2018 motivierte – TUI höchstpersönlich. Ja, ja! Dieser rote Reiseveranstalter!

Das Bewerbungsgespräch war geschafft und das Namensschild für den ersten Job durfte in die Tasche.

Schwups war er da, der erste große Neukunde in meiner Referenzliste und das passend zum Beginn meines neuen Lebensabschnitts. Ein bisschen Glück, Schicksal und ehrliche Arbeit machten es möglich, dass TUI/airtours mit mir zusammenarbeiten wollte. Schon bald sollte es für und mit airtours (hier könnt ihr einen ersten Eindruck der Bilder durchwischen) auf die erste Reise gehen.

Und es ging weiter – spontan kam die erste Hochzeit und somit begann meine Hochzeitssaison auch wesentlich früher als vorerst gedacht.

März – LOS GEHT’S! Unter anderem auf nach Portugal.

Nicht nur dieser Blog wurde im März aus Spontanität eröffnet, sondern auch der Ernst des Lebens konnte so richtig beginnen. Ich stand ab dem 01.03.2018 offiziell auf eigenen Beinen – komplett. Es gab keinen mehr, der meine Krankenkasse zahlte, der mich absicherte oder der mich bei der Altersvorsorge unterstützt. Aber zum Glück standen meine Familie und Freunde hinter mir und anstatt ängstlich zu werden, hatte ich richtig Lust. Ich hatte Lust auf das Intensivieren meiner Leidenschaft und ich wollte über mich hinauswachsen. Ich wollte nicht nur über den Tellerrand schauen – ich wollte ihn überwinden (Motivationssong und seit Jahren großer Favorit: Welcome Home – Radical Face).

Und dafür muss man auch mal ins kalte Wasser springen – das musste ich auch, denn die Reise nach Portugal stand an. Für mich hieß es, das erste Mal allein reisen. Aber anstatt zu zweifeln, packte ich die Koffer und mein Leben bei der Hand.

Diese Reise und dieser Job veränderten eine Menge. Ich lernte, mehr zu meinem Können zu stehen. Ich liebte es, mit anderen Menschen zu reisen und mich in intensive Gespräche zu vertiefen. Durch meine Leidenschaft und meinen neuen Job konnte ich Häuser und Gegenden betreten, die ich ohne die einst getroffene Entscheidung niemals gesehen hätte. Dafür bin ich unendlich dankbar und auch ein bisschen stolz. Einen detaillierten Bericht dazu könnt ihr hier nachlesen: Mit airtours ins Six Senses Douro Valley.

Ich würde mal behaupten, der Stein war ins Rollen gebracht.

April – einmal kurz stopp bitte

Wow, ein Viertel des Jahres war bereits um. Ich bin gerade erst frisch in die Selbstständigkeit gestartet und konnte erste Erfahrung mit neuen Kunden und der dazugehörigen Büroarbeit machen. Denn nicht nur die Fotografie und die Nachbearbeitung nahmen zu, sondern auch der ganze Papierkram. Steuern, Buchhaltung, Angebote & Rechnungen – all das musste parallel gewissenhaft erledigt werden.

So, und nun stand die Hochzeitssaison vor der Tür. Ich muss zugeben, dass die Angst vor zu wenig Aufträgen mich dazu verleitet hat, wenig “nein” zu sagen. Demnach wartete ein Sommer mit viel Arbeit und mit wenig Wochenenden auf mich. Anfang April merkte man daher die Ruhe vor dem Sturm. Aus diesem Grund entschieden wir uns, über Ostern ein verlängertes Wochenende lang unsere Akkus aufzuladen.

Gestärkt und energiegeladen konnten dann die nächsten Jobs angenommen und umgesetzt werden. Und trotz der ganzen Arbeit musste ich zugeben, dass ich noch lange nicht realisiert hatte, wo ich mich gerade befand.

Ich musste immer wieder schauen (und das zog sich das ganze Jahr durch und hält bis heute an), auch der Freizeit genügend Raum zu geben. Genügend Arbeit war wichtig und diese durfte besonders jetzt, in der Startphase, nicht zu leichtgläubig angesehen werden. Immerhin hatte ich meine Existenz nun selbst in der Hand. Daher waren mir kleine Auszeiten mit Freunden besonders wichtig. Konzerte und das Leben im Hier und Jetzt waren da besonders wohltuend.

Mogli – zu Beginn des Jahres entdeckte ich den Film “Expedition Happiness“, der mich so sehr in seinen Bann zog, dass ich auch der Musik von Mogli total verfallen war. Umso glücklicher war ich dann, dass ich zusammen mit zwei Freundinnen Tickets für Hamburg ergattern konnte. ♥ Ihr kennt Ihre Musik noch nicht? Dann wird es Zeit: Spotify geht immer.

Mai – das Schicksal war weiterhin auf meiner Seite

Die ersten Hochzeiten wurden fotografiert und ich war mitten in meinem Traumjob angekommen. Zwischenzeitlich entdeckten mein Freund und ich das Wandern im Harz und fanden eine weitere Möglichkeit, einen Ausgleich zur Arbeit zu haben.

Neben Hochzeiten und Babybäuchen durfte ich sogar das Leben auf einem Bio-Bauernhof, mit seinen Kühe im Sonnenaufgang, fotografieren.

Diese Abwechslung hält bis heute an und ich liebe sie! Sich zu spezialisieren und nur noch eine Branche zu bedienen? Ne, ne. Ohne mich. Dafür kann ich mich einfach für zu viele Dinge begeistern und mir wird niemals langweilig. Das ist auch der Grund, warum ich glücklicherweise an keine Saison gebunden bin.

Ende Mai hatte ich dann die Möglichkeit, meinen Freund mit nach Kopenhagen zu begleiten. Er musste beruflich dort arbeiten und ich konnte mit – denn immerhin war ich ja mein eigener Chef und konnte mir banalerweise jeglichen spontanen Urlaub selbst genehmigen.

Meine Arbeit konnte ich zum Glück überall mit hin nehmen und somit habe ich mich beispielsweise in ein dänisches Café gesetzt, den Trubel beobachtet und einen ganzen Nachmittag Fotos bearbeitet (einen Song habe ich dabei sehr intensiv gehört: The Shortchange – Thomson). Etwas, was ich schon immer einmal erleben wollte!

Spontanität und Zufälle schienen 2018 voll mein Ding zu sein. So kam es auch dazu, dass ich holterdiepolter mit der Polizei Hamburg in Kontakt geriet. Nicht, weil ich durch mein gewachsenes Selbstbewusstsein kriminell geworden bin, sondern weil sie einen Fotografen brauchten. Halleluja! Und somit schloss ich den Mai mit einem großartigem Shooting in Hamburg ab, bei über 30°C, zusammen mit der Polizei und einem großartigem Team. Wer neugierig ist, wie das ganze ablief, kann hier noch einmal mehr sehen und nachlesen.

Was für ein Mai! Der Sommer begann früh…
Juni – Familie, Freunde, Arbeit & ein richtig guter Sommer

Der Sommer kam immer mehr in Fahrt und für den Juni stand als erstes ein persönliches Highlight an – die Hochzeit unserer besten Freunde. ♥ Das zweite Mal in meinem Leben, dass ich Gast auf einer Hochzeit sein durfte. Super aufregend, leicht gewöhnungsbedürftig, aber unfassbar schön!

Der Morgen danach.

Mein Kalender platzte aus allen Nähten. Jeder Tag war mit ToDos behaftet, denn all die geschossenen Bilder wollten ja auch nachbereitet und bearbeitet werden. Umso wertvoller waren kurze Pausen zuhause, bei der Familie.

Ein weiterer Höhepunkt aus 2018 war dann die anstehende Pressekonferenz der Polizei Hamburg, am 29.06.2018. Endlich durfte ich meine Bilder sehen, eingebettet in die Kampagne. Und was soll ich sagen – zwischen all diesen erfahrenen Medienleuten stand dann ich. Breit grinsend und stolz wie Oskar.

Okay wow. 4 x 12 Meter – kann man mal machen. // Foto: M. Lischke

Das habe wirklich ich gemacht? Das hängt jetzt wirklich überall in Hamburg rum? Das ist wirklich die Polizei? Ich wusste gar nicht, wohin mit all meiner Begeisterung.

Kampagne: Polizei Hamburg
Juli – einfach nur schön

Mein Arbeitszimmer verließ ich trotz bestem Wetter nur selten, denn es war Einiges zu tun. Das Equipment wurde auch spät abends regelmäßig gepackt. Aber der Feierabend und kleine, feine Auszeiten blieben dennoch heilig.

Neben all den Terminen und Fotos wurde es auch wieder Zeit für ein Konzert und somit ging es im Juli erneut nach Hamburg, bewaffnet mit Franzbrötchen und genügend Trinken (über 30°C…) zu Ed Sheeran. Und es stimmt, was all die Menschen und die Medien sagen – dieser Typ ist live der pure Wahnsinn!

Weitergehend lasse ich mal ein paar Bilder sprechen, die den Juli ganz gut beschreiben.

August – Mallorca und die Planung für Kreta

Eine intensive Zeit lag bereits hinter mir. Einige 7-Tage-Wochen, häufig 10 Stunden Schreibtischarbeit und die Hochzeitssaison waren noch lange nicht vorbei. Aber immer noch liebte ich es, mit meiner Kamera, Menschen mit lebenslangen Erinnerungen glücklich zu machen. Ein Song, der mich spät Abends bei der Nachbearbeitung noch wach hielt, war unter anderem “Light” von San Holo. ♥

Foto: L. Winkler

Und dann kam spontan die Idee, eine Woche nach Mallorca zu fliegen. Warum auch nicht? Daher schaufelte ich mir den Kalender frei und nutzte meine Eigenbestimmtheit und Flexibilität (einen ausführlichen Bericht dieser Reise mit vielen Fotos findest Du hier. ♥) Auch im Urlaub wurde eine Menge fotografiert, denn auch privat liebe ich es, meine Kamera in die Hand zu nehmen und eigene Erinnerungen zu schaffen.

Und dabei wird mein Freund mit seinen Foto-Skills langsam zu einer ernsten Konkurrenz. 😉

2018 war das Jahr, in dem ich bisher am meisten gereist bin. Im März Portugal, im Mai Kopenhagen, im August Mallorca und im September sollte es wieder mit TUI nach Kreta gehen. In diesem Moment begleiteten mich vor allem zwei sehr laute Songs:

High Hopes – Panic! At The Disco
Body – Loud Luxury, Brando

Mein kleines Unternehmen hat immer stabilere Beine bekommen und ich fühlte mich richtig sicher in dem, was ich tue. Ich war entspannt und freudig auf das, was noch kommen sollte. Zusätzlich zu TUI und der Polizei Hamburg wollte nun auch noch REWE mit mir zusammenarbeiten. Mein Glück konnte ich nun wirklich schwer fassen. Wieder schien ich im richtigen Moment, am richtigen Ort gewesen zu sein.

Dieses kleine Logo, welches 2017 auf den Seychellen, bei einem Glas Wein entstand, schloss ich immer mehr in mein Herz. Und da Tattoos für mich derzeit nicht Frage kommen, musste mein kleines Auto dran glauben. Es durch die Gegend zu fahren, bringt einfach nur Spaß und macht mich unheimlich stolz.

September – ein halbes Jahr im eigenen Business

Sechs Monate waren um und es stand schon wieder so viel auf dem Plan! Allein sieben Hochzeiten waren für diesen Monat im Kalender. Dann sollte es neun Tage nach Kreta gehen und REWE plante seinen Marketing-Bus, der ohne meine Fotos nicht fahren sollte. Wie meine Laune war? Ungefähr so:

Foto: D. Kohnert

Aber erst einmal hieß es vor allem wieder: Koffer packen! Es ging ins Grecotel Amirandes, das für neun Tage meinen neues Zuhause sein sollte. Surreal! Aber ziemlich, ziemlich toll. Hier ein paar Einblicke der Reise:

Foto: U. Donat

Wieder zuhause angekommen, hieß es realisieren, sacken lassen und wieder Stolz verspüren. Aber es musste auch weiter gehen, daher ging es quasi direkt vom Flieger wieder an den Schreibtisch. Und dann stand auch schon REWE auf dem Zettel:

Improvisieren? Kann ich!

Zwischen Katzenfutter, Klosteinen und Partysnacks baute ich mein Set auf. Denn wenn ich eins lieben gelernt habe, ist es flexibel zu sein und lösungsorientiert zu denken. Glamour-Setting im großen Loft-Studio? Schon schön, aber was nachher zählt und entscheidet, ist das Foto. Und das geht auch in der Lagerhalle, direkt vor Ort. Parallel ließ ich in der gesamten Lagerhalle eine meiner Lieblingsplaylisten laufen – Jazz Vibes. ♥ Atmosphäre schaffen? Kann ich. Viel schöner war obendrein noch, dass ich auch im November noch einmal für diesen Kunden gebucht wurde – eine Bestätigung, die mich innerlich weiter wachsen ließ. Zumal ich seitdem mit einem ganz anderen Bewusstsein durch einen REWE laufe… das, was das Unternehmen für seine Mitarbeiter tut, ist wirklich toll. Das nur am Rande.

Oktober – Älter werden, Freizeit genießen und weitermachen

Oktober – was liebe ich diesen Monat! Ich liebe jede einzelne Jahreszeit, aber gefühlstechnisch hänge ich total am Herbst. Die Bäume, die Luft, das Licht – einfach alles an dieser Zeit ist einfach wohltuend. Neben meinem Geburtstag war ein weiteres Highlight auf jeden Fall das Hundesitting der beiden Hündinnen meiner Schwester.

So viel frische Luft, wie ich in diesen Tagen bekommen habe, bekomme ich wirklich nur selten.

Einmal mit Hunden aufgewachsen, immer Hunde im Herzen.

Der Oktober brachte aber auch so ganz langsam das Ende der Hochzeitssaison mit sich. Rückblickend durfte ich wieder so viele Paare glücklich machen und so viel Schönes sehen und erleben. Ich wuchs in die ein oder andere Hochzeitsgesellschaft richtig hinein, da ich bereits den gesamten Freundeskreis und dessen Hochzeiten fotografiert hatte. Ein irre Gefühl!

Auch die Anfragen für 2019 blieben nicht aus. Das gesamte Jahr über hatte ich viele Gespräche und viele Termine wanderten in meinen Kalender. So konnte ich bereits im Oktober verkünden, dass ich für das kommende Jahr ausgebucht bin. Ich hatte mir eine persönliche Grenze an Hochzeiten gesetzt, die dann doch schnell erreicht war. Auch 2020 war bereits in diesem Sommer so beliebt, dass ich einige Nachrichten bekommen habe. All diese Liebe und das Vertrauen, das einem bereits vor der Hochzeit geschenkt wird, ist nicht als selbstverständlich anzusehen.

Zusätzlich besuchte ich in Hamburg wieder ein Konzert: Joshua Radin & William Fitzsimmons. Wow, was für ein Abend! Ein Abend, von dem jetzt kein großes Foto existiert, aber ganz viel Gänsehaut und Wärme im Herzen. Denn das stand bei diesen zwei Musikern weit im Vordergrund. Und das gebe ich auch gern noch einmal nach draußen weiter: Leute, lasst das Handy bei solchen Abenden einfach mal in der Tasche. Wie häufig schaut man sich die verwackelten Videos wieder an? Viel schöner ist es, vor Ort auch mal kurz die Augen zu schließen und die Live-Musik aufzusaugen. Ich händige es mittlerweile so, dass ich mal zu Beginn ein Foto mache und das Handy dann für den restlichen Abend wegpacke. So können die Leute hinter einem auch besser gucken. 😉

November – der Herbst ging, die Entspannung kam (ein bisschen)

Auch wenn es mir immer noch schwer fällt, “nein” zu sagen, wollte ich mich für November und Dezember etwas bremsen. Ich muss gestehen, dass ich letztendlich doch wieder mehr angenommen habe, als ich vielleicht vorerst wollte. Allerdings befinde ich mich immer noch im ersten Geschäftsjahr meiner Selbständigkeit und ich muss lernen, wo meine Grenzen sind. Ich muss lernen, was ich ganzjährig an Einnahmen benötige, um für meine Zukunft vorzusorgen. All das sind Dinge, die romantischer sein könnten, aber zu meinem jetzigen Leben dazugehören.

Neben einigen Terminen und Sitzungen am Schreibtisch, schaffte ich es dennoch, mir ein paar Tage freizuschaufeln. Einfach mal nichts tun, ein Wochenende ohne Termine in die Heimat fahren oder Sachen machen, wie Beiträge für diesen Blog hier zu schreiben (dabei habe ich übrigens in folgendem Song gebadet: Focus – Elias). Der November sollte mich so langsam zur Ruhe bringen, denn gefühlt war ich seit Januar unter Strom. Auch wenn ich ein paar Erholungsphasen eingebaut hatte, hat mein Kopf ständig weitergearbeitet und das E-Mail-Postfach wurde selten ignoriert.

All die Unsicherheit, ob auch alles klappt. Ob die Kunden mit mir und meiner Arbeit zufrieden sind…all das hat mich sehr beschäftigt. Zusätzlich kamen auch Themen auf, wie das der Urheberrechtsverletzung (was genau ich damit meine, kannst du hier lesen) und kleinere Enttäuschungen. Aber auch das gehört dazu und ich muss lernen, neben all den schönen Momenten auch mit stressigen und nervigen Situationen umzugehen.

Umso mehr freute ich mich auf den Dezember, die Adventszeit und ein paar besinnliche Tage.

Dezember – 2019, ready to take off

2018 liegt so gut wie hinter mir und abschließend freue ich mich auf eine gemütliche und ruhige Weihnachtszeit. Neben dem normalen organisatorischen Alltag werde ich diesen Monat versuchen, viel Kraft für das kommende Jahr zu sammeln, denn auch dort ist wieder Einiges geplant.

Für 2018 kann ich folgendes Fazit ziehen:

Ich habe aufgehört, zu viel Angst zu haben. Sobald man sich und seinen Fähigkeiten vertraut, öffnen sich automatisch Türen, mit denen man vorerst nicht gerechnet hätte. Karma und Schicksal arbeiten häufig Hand in Hand und daher kann man den einen Teil seines Lebens planen, aber den anderen Teil muss man passieren lassen.

Aus negativen Momenten, versuche ich immer etwas Positives zu ziehen. Nur so können wir lernen und stetig besser werden. Ein großer Punkt ist hier die Kommunikation – miteinander reden, einander helfen und einfach nicht zu verbissen sein.

Und zu guter Letzt – Arbeit zahlt sich aus. Es gibt Phasen, die sind ungemütlich. Man arbeitet viel, die Freizeit ist rar… aber umso mehr schätzt man die ruhigen Phasen im Leben. Ich gebe mich jetzt mit weniger zufrieden und bin einfach dankbar, wenn ich mit Freunden oder der Familie entspannt zu Abend essen kann, mit einem Glas Wein und netten Gesprächen. Umso mehr Energie habe ich dann wieder für meinen Job, der mich jeden Tag wachsen und strahlen lässt. Denn ich arbeite nicht ohne Sinn vor mich hin – ich arbeite für meinen persönlichen Traum. Hier passt auch der letzte Song-Tipp aus meinem Jahr 2018: Burnout von Jomo & Sammy Deluxe. Einfach mal (zu)hören. Denn eins muss ich noch festhalten – seit Januar war ich nicht einmal mehr krank. Ich hatte keinen Schnupfen oder ähnliche Wehwehchen. Ist die Seele zufrieden, ist es auch der Körper.

Ich freue mich riesig auf 2019 und auf die Dinge, die anstehen und die Dinge, die ich noch nicht vorhersehen kann. Eine große Sache wartet bereits im Februar auf mich. Ein Job, der mich erneut sprachlos macht, da ein großer Traum in Erfüllung geht. Dass dieser mal mit einem Auftrag erfüllt wird, hätte ich mir niemals erträumt. Was das ist? Ich werde das Geheimnis bald lüften. 😉

#clickwithlove

Der Weg zur hauptberuflichen Fotografin

Schule, Abi, Studium – Und nebenbei Fotografin. 

“Können Sie mir eine Rechnung schreiben?”
“Wir möchten dich gern bei unserer Hochzeit als Fotografin dabei haben!” 

Das war der Moment, der mich zum Nachdenken brachte. Denn irgendwie war aus einem Hobby, was nun schon längst zu einer Leidenschaft geworden ist (den Artikel dazu findest Du hier), noch ein bisschen mehr geworden. D. h. ich musste nicht lange nachdenken und ging zusammen mit meiner Mama zum Gewerbeamt – gute 17 Jahre alt und super aufgeregt.

Ein Haufen an steuerlichen Fragen und noch mehr Papierkram. 

So schnell wie das Gewerbe angemeldet war, ging der Rest dann aber etwas zäh von der Hand. Unmengen an Papierkram trudelten ein und ich schlug mich mit meinem Halbwissen durch die Paragraphen und steuerlichen Fragen. Aber – mit Erfolg! Schon bald bekam ich meine Steuernummer und es konnte so richtig losgehen – allerdings erst einmal nur nebenbei versteht sich. Dieses “ich bin nur nebenbei Fotografin” zog sich dann bis Februar 2018.

Wochenenden wurden auf Veranstaltungen und Hochzeiten verbracht, nach den Hausaufgaben oder auch nach den Vorlesungen wurden Bilder bearbeitet, häufig bis tief in die Nacht. Auch während meines ersten richtigen Jobs in einer Social-Media-Agentur hatte ich nach Feierabend noch bis mind. 23:00 Uhr mit E-Mails, Rechnungen und Bildbearbeitung zu tun. Einen richtigen “Feierabend” kannte ich nicht und ein Wochenende sah bei mir eher nach langen Autofahrten und Fotojobs aus.

Irgendwann musst du dich entscheiden, was du willst.

So sehr ich meinen Job als Social-Media-Managerin auch mochte, sehnte ich mich doch nach mehr. Die Fotografin in mir wurde immer lauter. Ich bin jetzt 25. Jahre alt und habe noch keine großen Verantwortungen (außer die meine natürlich). Eigentlich der beste Moment, einfach mal zu machen – oder? Einfach mal den Mut zusammennehmen und sich fragen, was man wirklich will. Denn wenn es eins ist, was ich nicht möchte – dann ist es im späten Alter etwas bereuen, nicht getan zu haben. Daher habe ich den Entschluss gefasst, alles auf eine Karte zu setzen und mich in die pure Selbstständigkeit zu stürzen. Ich wollte Fotografin werden! Und heute sitze ich hier und kann mit voller Stolz sagen: “Ich habe mein eigenes Unternehmen, bin mein eigener Boss und lebe für das, was ich jetzt beruflich tun kann.”

Dieser Schritt war wahrlich nicht einfach und natürlich schwingen neben der ganzen Euphorie auch einige Ängste mit. Aber genau diese schützen einen vor leichtsinnigen Entscheidungen. Man sollte sich nicht einschüchtern lassen und einfach schauen, ob es funktioniert.

#clickwithlove

Schon einmal mein Portfolio besucht? 😉

 

Aus einem Hobby wurde pure Leidenschaft

Von der Selfie-Queen zum “Mädchen mit der Kamera”

Fotografieren lieben viele. Besonders im Teenageralter entdecken einige die Kamera und all ihre Möglichkeiten (ich erinnere mich an stundenlange Selfie-Aktionen, als es noch keine Frontkamera am Smartphone gab). Das Handy hatte im Durchschnitt nur ein paar Megapixel und die Digitalkameras waren noch super klein und leicht. Da stand einer stundenlangen Selfie-Runde nichts mehr im Wege. Aber wie schnell wird aus einem Hobby eine Leidenschaft, fern ab von Selfies und Schnappschüssen?

Neben all den kreativen Selbstportraits hatte ich irgendwann an einem ganz besonders viel Spaß und das war das Licht. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich bei meinen Großeltern zur Abendstunde über die Pferdekoppeln gelaufen bin, mit dem Mp3-Player auf den Ohren und dem Sonnenuntergang vor mir. Gräser, Zäune, Seen … ich liebte es den Moment festzuhalten und mit Spiegelungen und Strukturen zu spielen. Die Technik war mir komplett egal – mich interessierte der Bildausschnitt und die Stimmung, die ein Foto transportieren konnte.

Die ersten Aufnahmen, die mich richtig gefesselt haben. (2008)

Nach diesen Aufnahmen hatte mich die Fotografie dann ganz und gar. Ich spürte einfach, wie wohl ich mich fühlte, wenn ich die Bilder nach langer Zeit wieder angesehen habe. Aus dem reinen “ich mach ein paar Fotos und das ist ganz cool” wurde dann ein “ich könnte rund um die Uhr fotografieren, bearbeiten und den Moment festhalten”. Aus einem Hobby wurde eine Leidenschaft, die mich immer weiter antrieb, dazuzulernen und neues zu entdecken.

Ein Wohnwagen, direkt hinter dem Deich und ganz viel Leidenschaft

2009 kam dann ein ganz besonderer Familienurlaub. Meine Eltern und ich, zusammen in Dänemark, Rømø, auf einem Campingplatz im Wohnwagen. Dieser Urlaub ist für mich einer der schönsten und intensivsten gewesen. Ich habe so viel und abwechslungsreich fotografiert, wie schon lange nicht mehr. Jede Tageszeit, jede Lichtstimmung – ich ging richtig auf und nahm Situationen auf, die mir für immer im Gedächtnis bleiben werden.

Eine meiner damaligen Leidenschaften waren definitiv Silhouetten (2009).
… genauso wie Bildaufbauten und harmonische Farben.

Diese kleine Auszeit von der damalig stressigen Schulzeit (Teenager sein ist so anstrengend…) tat mir wirklich gut. Ich wollte kaum noch weg von diesem Ort, da ich mich hier kreativ ausleben konnte. Die Dünen, der Strand und das Meer – spätestens dort war ich hoffnungslos in die Küste und meine Kamera verliebt.

“Ein Foto muss ein Foto bleiben.”

Der nächste große Meilenstein war dann wohl Mai 2010. Meine erste eigene Ausstellung in einer Arztpraxis stand an! Für eine Schülerin aus der 11. Klasse, ohne professionelles Kameraequipment, ganz schön aufregend.

Der damalige Zeitungsartikel bringt mich heute noch zum Schmunzeln. Schon dort habe ich meine Leidenschaft großzügig preisgegeben. Wobei der Redakteur dann doch an der einen oder anderen Stelle etwas übertrieben hat. 😀

2011 folgte dann sogar meine zweite kleine Vernissage, die mich nun so richtig in die Fotografie-Richtung geschubst hatte. Eine Sache aus dieser Zeit pflege ich bis heute: “Ein Foto muss ein Foto bleiben.”

Wenn ich mir etwas aus den letzten Jahren als Ziel gesetzt habe, dann ist es eine eigene Handschrift zu entwickeln. Eine, die nicht nur von anderen Fotografen und Presets inspiriert ist, sondern von meinem eigenen Werdegang. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese natürliche Handschrift über all die Jahre selbst entdecken konnte – denn umso mehr habe ich eine Verbindung zur Fotografie aufbauen können, die heute keiner mehr trennen kann. Große Fotomontagen mit Milchstraßen im Himmel sind nichts für mich, das können andere besser. Ich möchte die Stimmung transportieren, die ich beim Aufnehmen des Fotos wahrgenommen habe – sei es in der Natur, auf Events, bei Hochzeiten oder bei kleineren Shootings. Diese private Leidenschaft hat mich sogar einen Schritt weiter gebracht → Hier lest Ihr mehr!

Auf meiner Webseite findet Ihr mein aktuelles Portfolio, das zeigt, wofür mein Herz schlägt.

Wie hat das Fotografieren bei Euch angefangen? Wurdet Ihr auch irgendwann in den Bann gezogen?

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