Mallorca – viel mehr als der Ballermann

Der Beitrag enthält unbezahlte Werbung für Hotels und Unternehmungen.


mallorca: August 2018 und der Bedarf an Erholung war groß

Ich war mitten in der Hochzeitssaison, der Schreibtisch voller Arbeit und der Kalender knülle dicht. Und dann kam mein Freund: “Wollen wir eine Woche nach Mallorca?”

Zeitlich gesehen passte es gar nicht – aber gerade dann tut eine Auszeit umso besser. Daher überlegte ich nicht lange, verlegte ein paar Termine und schaufelte mir die Woche frei. Und dann ging es abends gleich los mit der Recherche: wo wollen wir hin und was wollen wir sehen?

Für mich war eins klar: Meine Kamera musste mit und ich wollte wieder Motive einfangen, die Atmosphäre besitzen und die mich noch in mehreren Jahren beeindrucken und auf ihre Art beruhigen.

Mein erstes Mal auf Mallorca

Mallorca habe ich noch nie erlebt und umso gespannter war ich. Denn seien wir mal ehrlich, das ein oder andere Vorurteil hat man schon im Kopf. Vor allem haben die vergangenen Urlaube auf den Seychellen kleine Vorlieben verstärkt, wie z.B. das Alleinsein am Strand und weite, unberührte Natur. Ob ich das auf Mallorca auch erleben darf? Ich war mir da sehr unsicher.

Es zog uns dann tatsächlich in den Süd-Westen der Insel – S’Arenal! Ich muss gestehen, mir wurde erst vor Ort bewusst, dass wir direkt am Ballermann wohnten (wen es interessiert: wir waren im Hotel Grupotel Suites & Spa, sehr zu empfehlen! Besonders die Zimmer in der obersten Etage, zum Pool gerichtet sind erste Sahne). Ich hatte doch noch keine richtige Ahnung von Mallorca. Aber beim Süd-Westen sollte es nicht bleiben. Wir hatten eine Woche Zeit und wollten so viel möglich von der Insel sehen – also mieteten wir uns ein Cabrio (wenn schon, denn schon) und fuhren alle Himmelsrichtungen ab.

Das Restaurant Ginger Beach, mitten auf dem Ballermann. Meiner Meinung nach eine reine Augenweide!
Ab in die Stadt – ab nach Palma

Auch wenn mich besonders die Natur reizte, durfte ein Besuch in Palma nicht fehlen. Ziemlich schnell war man mitten im Geschehen. Wow, es war wirklich viel los! Wir schlichen in einige kleine Läden, um dem ganzen Trubel kurz zu entkommen.

Die Stadt hatte mich sofort – ich brauchte nur ein paar mal den Blick nach oben wenden. Beeindruckende Architektur, alte Fenster, hinter denen sich das spanische Leben abspielte und eine Menge Geschichte über Mallorca, die im Gemäuer steckt.

Bei Instagram sammelte ich ein paar Fragen für diesen Beitrag. Eine war beispielsweise, was ich eher empfehlen würde oder was ich interessanter finde: Menschen & Stadt oder die Natur? Ich kann ganz klar sagen, dass mich beides unheimlich reizt. Die Kultur, die Menschen und das Leben macht ein Land häufig aus. Allerdings ist es mir als Fotograf nicht gestattet, im europäischen Raum Menschen ohne ihre Einwilligung zu fotografieren (DSGVO lässt grüßen) und wohlmöglich hier im Netz zu veröffentlichen. Viele tun es, aber davon halte ich mich strikt fern. Demnach hatte ich die Herausforderung angenommen, Mallorca und dessen Wirkung zu fotografieren, ohne dass man vereinzelte Persönlichkeiten erkennt.

Unser Rundgang durch Palma endete an einem für mich ganz besonderen Ort. Hier waren wir ganz allein und hatten einen wundervollen Blick auf die Kathedrale von Palma.

Ich setzte mich auf die Mauer und war ganz außer mir vor Freude. Ich hatte all das vor Augen, was ich aus fotografischem Sinne liebe: Ich hatte einen besonderen Fluchtpunkt, Linien, Struktur am Himmel, für sich sprechende Farben und das beste – alleinige Bewegung durch ein paar Tauben. Genau in diesem Moment wusste ich – dieses Foto wird eins meiner besonderen Favoriten sein.

Ich liebe es – für immer!

So sah das ganze übrigens von außen aus (Handyfoto, ohne Tauben)
Let the roadtrip begin – Ostküste

Der erste Eindruck saß und ich war bereit für die Natur Mallorcas! Wir hörten von einer wundervollen Ostküste, die man komplett befahren konnte – vorausgesetzt man fährt früh los und der Magen ist serpentinenfest. Wir starteten über Port d’Andratx, denn für das Ende unseres Kurzurlaubes wollten wir uns dort noch ein Boot mieten (mehr dazu weiter unten) und wir wollten schon einmal schauen, wo genau wir hin mussten. Diese kleine Hafenstadt war wirklich wunderschön. Sollte es uns noch einmal nach Mallorca ziehen, wollen wir an diesem Ort auf jeden Fall noch einmal vorbeischauen und hier ein paar Nächte verbringen.

Es ging weiter, immer den Serpentinen nach. Wir entdeckten erste verlassene Ecken und fingen an, immer häufiger Stops einzulegen. Denn es folgte ein schöner Blick nach dem anderen. Unser Ziel war das Cap Formentor, also hatten wir noch einen weiten Weg vor uns. Demnach mussten wir irgendwann die Stops reduzieren und fuhren offen im Cabrio (nur zu empfehlen!), bei guter Musik und Traumwetter weiter über die Insel. Freiheitsgefühle sind hier garantiert. Warum wir den Weg zum Leuchtturm noch abbrachen, lest ihr später.

Das Auto haben wir übrigens über HIPER RENT A CAR gemietet.

Hier folgen ein paar Eindrücke der unterschiedlichen Buchten und Ausblicke, die wir entdecken durften. Welcher Blick am schönsten war? Ich kann’s nicht sagen… aber ihr könnt all dies sehen, wenn ihr die Ostküste entlang fahrt. Die genaue Markierung auf der Karte habe ich jetzt nicht notiert. Dafür waren wir vor Ort einfach zu spontan unterwegs.

Cap Formentor – Entweder zu Fuß oder mit dem Touri-Bus

Die Sonne machte sich so langsam für den Untergang bereit und wir erreichten nach einigen Stunden Autofahrt den Strand Platja de Formentor, wo wir unser Auto parkten. Bis 19:00 Uhr war zum Leuchtturm nämlich Durchfahrtsverbot und wir starteten unsere Wanderung zu Fuß (eine Alternative wäre der kostenpflichtige Bus gewesen, der regelmäßig Touristen an die Spitze bringt. Kam für uns aber nicht in Frage). Recht naiv und leichtgläubig waren wir davon überzeugt, es rechtzeitig bis zum Leuchtturm zu schaffen. Nur leider ließen wir uns wieder von der Natur um uns herum ablenken:

Die Sonne ging immer schneller dem Horizont entgegen und ein Blick auf unsere Map sagte uns eindeutig, dass wir den Weg zu Fuß nicht mehr schaffen würden. Denn zu Fuß zurück, im Dunklen und ohne richtiges Licht? Nein, nein. Deswegen drehten wir wieder um und gingen zurück zum Auto… aber irgendwie war hier etwas faul. Immer mehr Autos kamen uns entgegen. Erst waren es fünf, dann zehn und irgendwann eine ganze Autoschlange. Und dann wurde uns bewusst: “Ach, ab 19:00 Uhr ist die Durchfahrt erlaubt!”

Aber warum brachen wir die Route ab?

Also legten wir einen Zahn zu, denn so hatten wir doch noch eine Chance, den Sonnenuntergang am Leuchtturm zu sehen. Doch die Ernüchterung kam ziemlich schnell…man hatte gefühlt einen Kilometer voraus den Blick auf eine ellenlange Schlange von Autos. Die Touristen fingen an, wild zu parken oder stiegen einfach auf der Straße aus. Sofort hatten wir keine Lust mehr auf den Leuchtturm – denn es wimmelte nur so von Menschen. Daher drehten wir wieder um (was hatten wir Glück, dass das auf dieser engen Straße überhaupt möglich war!) und fuhren fast den ganzen Weg zurück, bis wir eine freie Stelle für unser Auto erblickten und ganz fix parkten. Wir waren nun relativ weit weg vom Cap Formentor, aber dafür fast allein (nur eine Handvoll Leute hatten die selbe Idee). Und dieser Sonnenuntergang war einfach grandios!

Auf in den Westen – Alcudia und Es Trenc

Der Osten und Norden waren so gut es ging bereist (betrachtet man die Zeit, die wir hatten), sodass wir uns den Westen der Insel vornehmen konnten. Hier suchten wir uns die Altstadt Alcudia und den Strand Es Trenc aus.

Dass Alcudia ein beliebtes Reiseziel ist, kann ich nur bestätigen! Die Altstadt zog uns direkt in seinen Bann. Offene Türen und Fenster ließen spanischen Alltag erahnen und all die leeren Gassen förderten direkt die Entspannung.

Jetzt brauchten wir den Strand! Und da hatten wir uns den naturgeschützten Strand Es Trenc herausgesucht. Unser Ziel war auch hier der Sonnenuntergang und ein paar entspannte Stunden am Meer, weshalb wir fix ins Auto stiegen. Einmal wieder wurde uns bewusst, dass Flexibilität durch den Mietwagen und “Bed and breakfast” ein solch großer Vorteil ist! Wir waren auf keine Busse angewiesen und auch auf keine Halbpension, bei welcher wir zu einer bestimmten Uhrzeit wieder am Hotel sein mussten. Gut 90% der Leute am Strand schienen allerdings schon ein solches Paket gebucht zu haben, weshalb sich passend zum Sonnenuntergang der Strand immer mehr leerte. Jackpot!

Außerdem lohnt es sich, auch nach untergegangener Sonne noch einen Moment zu bleiben. Da hier einfach mit das schönste Licht auftreten kann. ♥

Naturwunder – die steinbrücke

Einen Spot habe ich mir vor unserem Mallorca Urlaub bereits herausgesucht: Puente Natural (oder auch mal Cova des Pont genannt) – eine Naturbrücke, die man zum Glück nur zu Fuß (oder per Boot) erreichen kann. Die Wanderung startete an der Cala Romantica. Eine gute Wegbeschreibung haben wir auf diesem Blog gefunden. Und da ich diese jetzt nicht abschreiben möchte, verweise ich gerne hier her. Ich zeige da lieber ein paar Fotos:

Diese Wanderung war wirklich richtig gut! Immer an der Steilküste entlang, das Meer stets an der Seite und ab und zu kreuzte mal eine Bergziege den Weg. Selten trifft man auf andere Menschen. Am Startpunkt, der Cala Romantica, dagegen wimmelt es nur wieder an Touristen, die Schulter an Schulter am Strand liegen. Da ziehen wir dann doch lieber eine aktive Wanderung vor, mit abkühlendem Bad in der Bucht Caló Blanc. Der Einstieg in das Wasser erscheint zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man sollte sich unbedingt trauen, von den Klippen in das glasklare Wasser mit extrem hohen Salzgehalt zu springen!

Ahoi Mallorca! Wir wechseln die Perspektive

Unser Urlaub geht langsam dem Ende zu und eine Sache hatten wir uns noch von Herzen gewünscht – einen Tag auf dem Meer. Daher fuhren wir wieder zum Port d’Andratx und liehen uns ein Boot über Thurm Yachting. Mit der Shiren 13 Sport ging es dann los, der Rucksack war voller Snacks und wir wollten einfach nur die Wellen spüren, ins Wasser springen und die Küste vom Wasser aus bestaunen. Und genau dieser Wunsch wurde uns auch erfüllt.

Und wisst ihr was das Beste ist? Auch wenn ihr keine Bootsführerschein-Lizenz führt, dürft ihr dieses Boot fahren. Bis 15 PS ist das nämlich ganz legal. Kleiner Tipp: Vergesst eure Bluetooth-Box nicht!

Unser Fazit

Meine ersten Bedenken, Mallorca sei viel zu überfüllt und man finde kaum Zeit für sich allein, wurden widerlegt. Diese Insel ist so viel mehr, als der eine Kilometer Ballermann. Zu gerne hätten wir noch eine Woche verlängert, um auch das Inselinnere noch besser kennenzulernen. Denn auch, wenn wir alle Himmelsrichtungen einmal abgefahren und bewandert haben, fehlt noch soooo viel! Vielleicht also auf ein Neues im kommenden Jahr…

#clickwithlove

Familie: Entschleunigen und erinnern

“Und nun sind wir eine Familie und alles ist so – intensiv.”

Die Zusammenstellung ist noch ganz frisch, aber die Rolle als Mama und Papa fühlt sich schon richtig gut an. Seit Jahren funktioniert man als Team – zu zweit. Bzw. zu dritt, Katzenlady Smilla war insgeheim das erste Baby in der Familie. Aber dann ist da dieser eine Punkt im Leben, der alles verändert. Der einem plötzlich jeden Tag aufs Neue verdeutlicht, wie wichtig Gesundheit ist und dass wir jede Sekunde des Lebens tief einatmen müssen und dürfen.

Wanda ist nun schon ein paar Wochen alt und lernt die Welt immer ein Stückchen näher kennen. Mama und Papa stärken sie dabei und zeigen ihr, dass sie niemals allein sein wird. Diese Liebe durfte ich in einer Homestory festhalten und nun darf ich sie Euch zeigen.


Dalai Lama sagte einst: “Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können.” Klingt logisch, oder? Zurückblicken und genießen. Erwischt Ihr Euch nicht auch manchmal, wenn Ihr an alte Zeiten in der Familie zurückdenkt und sich ein Grinsen im Gesicht breit macht? Ich bin für jede einzelne Erinnerung dankbar, die mir meine Eltern geschenkt haben. Und das auch in Form von alten Fotos, in denen ich zu gerne stöbere und dann urplötzlich ganz sentimental werde. Sogar, wenn ich mich nicht einmal an die Situation zurückerinnern kann, weil ich einfach zu klein war. Aber ich sehe auf den alten Bildern die Liebe und Zuneigung meiner Eltern und das macht mich glücklich. Genau das wird Wanda später vermutlich auch einmal spüren.

Wir leben in einer Zeit, in der der Speicher des Smartphones mit Bildern und Videosequenzen gesprengt wird. Oma und Opa werden regelmäßig mit WhatsApp-Nachrichten auf dem Laufenden gehalten und man macht eine Serienaufnahme nach der anderen. Ich denke es wurde noch nie so viel fotografiert und gefilmt, wie in diesem Jahr. Aber in welchen Bildern wird Wanda später blättern? Wird sie sich den alten Nachrichtenverlauf von Oma und Mama durchlesen? Wird sie sich die digitale Cloud der Eltern ansehen und sich durch 95.000 Fotos klicken?


Oder wird sie vielleicht das eine rosafarbene Fotoalbum aus dem Bücherregal nehmen, das Mama und Papa zu ihrer Geburt geschenkt bekommen haben? Vielleicht schon.

Wie viele Fotos hast Du auf deinem Smartphone? Bei mir sind es aktuell knapp über 6.000 Stück. Werde ich mir alle wieder ansehen? Eher nicht… ich werde sie irgendwann gewissenhaft auf dem Server speichern und dann neue Schnappschüsse sammeln. Aber ich habe ein paar Fotoalben / -bücher, die ich tatsächlich regelmäßig aus dem Regal ziehe, wenn mir danach ist. Und dann freue ich mich jedes Mal, gemütlich auf dem Sofa, mit der Familie oder unter Freunden wieder in Erinnerungen zu schwelgen.


Wanda hat zwei ganz bezaubernde Eltern, die ihren Alltag gerade jeden Moment neu entdecken. Denn die Weiterentwicklung dieses kleinen Wesens hört nie auf und Wanda lernt immer wieder neue Dinge dazu. Dabei zuzuschauen erfüllt die zwei und lässt ihr eigenes Herz regelmäßig höher schlagen. Parallel treten aber auch immer wieder die Gedanken auf, wie es Wanda wohl in zehn Jahren gehen wird. Oder zum 16. Geburtstag? Was wird sie für Hobbys haben, welche Musik wird sie hören? Wahnsinn, dass das alles noch vor dieser kleinen Familie liegt. Umso schöner ist es, den Alltag und all die Gedanken um die Zukunft wiederkehrend anzuhalten. Und egal ob ihr selbst eine frische kleine Familie habt oder noch nicht. Realisiert, wie schön das Leben gerade ist und seid dankbar. Die Zukunft wird schon schnell genug vor der Tür stehen und hektisch winken. Nicht wahr?


Entschleunigen, als Familie den Moment genießen, auf das Herz hören – ist das möglich?

Ich selber habe noch keine eigenen Kinder und kann hier selbstverständlich nicht urteilen oder aus Erfahrung sprechen. Aber ich kann erzählen, wie ich diese kleine Familie hier in der ersten Zeit des neuen Lebensabschnittes wahrgenommen habe.

Seit der Schwangerschaft war der Respekt groß, denn immerhin wartete eine verantwortungsvolle und lebenslange Rolle auf die beiden. Doch dann war Wanda da und dieses Strahlen in den Augen kann keine Shoppingausbeute, keine große Reise und auch kein beruflicher Erfolg toppen. Diese Eltern hier sind die Ruhe in Person und übertragen jegliche Entspannung auf die kleine Wanda, die quietschend mit ihren Pausbacken lächelt und schemenhaft mit den Augen blinzelt.

Diese Bereicherung war etwas ganz Besonderes – etwas, was die beiden bestimmt auch irgendwo verändert hat. Das kleine Herz schlägt, die innere Liebe wird immer größer und man kennt einfach nichts, was gerade wertvoller sein könnte.


Vielleicht versteht man dann auch, warum sich Eltern zum Geburtstag oder zu Weihnachten immer nur ein glückliches Kind wünschten. Was einem damals im Teenageralter etwas anstrengend vorkam, weil einem diese Antwort beim Geschenkebesorgen nicht wirklich weiterhalf, fühlt sich heute irgendwie erfüllend an – oder?

Und wieder hat Dalai Lama recht behalten: “Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können.”


Tun wir doch alles dafür, dass wir selbst und auch unsere Kinder beim Zurückblicken noch einmal genießen können. Läuft in der Familie doch mal etwas schief? Dann sollte man die Situation nicht durch unkontrollierbare Emotionen verschlimmern, sondern Hand in Hand und lösungsorientiert das Ruder in eine andere Richtung lenken. Denn so kann man später auf diesen Moment zurückblicken und stolz sein.

→ Danke Wanda und danke an deine Mama und Papa, dass ich diese privaten Einblick mit der Welt teilen darf. Ihr seid eine ganz tolle Familie! ♥

#clickwithlove



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“Wie kamst Du zum Schritt, dich als Fotografin selbstständig zu machen?”

Mit airtours ins Six Senses Douro Valley

Der Jahreswechsel hätte nicht besser sein können.

Es war Ende 2017, die Pläne der Selbstständigkeit wurden immer konkreter und dann kam DIE Anfrage. “Wir benötigen eine Fotografin/einen Fotografen für ein B2B-Event im Douro Valley. Möchtest Du Dich vorstellen?” Diese Anfrage kam nicht von irgendwem, sondern von TUI itself – Wow! In diesem Moment festigte sich nicht nur die Idee der Selbstständigkeit, sondern auch mein Selbstbewusstsein. 


Im Februar 2018 folgte dann das erste Vorstellungsgespräch in Hannover und einige Zeit später die Zusage. Vom 11.-14. März sollte es nach Portugal gehen und ich als Fotografin durfte Teil des Teams sein – ernsthaft?!

→ Auf meiner Webseite könnt Ihr einige Eindrücke der Reise einsehen. ←

Mit einigen Tricks wurde das Gepäck gut verstaut.

Während ich mich mit Freude in mein eigenes kleines Unternehmen einarbeitete, schrieb ich im Kopf tausendmal die Packliste zusammen. Ich stand vor einer kleinen Herausforderung: Mein schweres Kameraequipment inkl. eines MacBooks musste irgendwie ins Handgepäck – denn ich gebe doch am Gepäckschalter nicht mein Leben auf! YouTube und Instagram sei Dank durfte ich nach einigen Recherchen dann auch die Geheimtricks der Reisefotografen kennenlernen.

(→ Hättet Ihr Interesse an einem gesonderten Blogartikel zum Thema “Verreisen mit schwerem Kameraequipment?).

Wer reisen will, muss wach bleiben

Warten auf den Nightjet – mit meiner besseren Hälfte

Mein Flieger sollte um 9:40 Uhr in Frankfurt abheben. Blöd, dass an einem Sonntagmorgen kaum gute Zugverbindungen existieren. Daher lernte ich den Nightjet kennen, mit dem ich kurz nach Mitternacht meine Reise ins Douro Valley startete. Im Vorfeld habe ich mir unzählige Gedanken gemacht, wie ich die drei Stunden Fahrt überleben sollte, ohne dass ich einschlafe, zu weit fahre oder etwas beim Dösen geklaut wird. Immerhin bin ich das erste Mal alleine gereist… Letztendlich hat der gesamte Zug tief und fest geschlafen und ich war die Aktivste von allen. Meine Nervosität hat das Adrenalin zum Kochen gebracht und so verpasste ich auch nicht den Ausstieg. 😉

Am Flughafen selbst habe ich dann fünf Stunden verbracht und zwischen all den anderen müden Passagieren sogar ein bisschen schlummern können. Mein Equipment habe ich dabei wie eine Irre umklammert!

9:10 Uhr – Boarding!

Am Gate selbst traf ich die ersten Mitreisenden – die Teilnehmer des B2B-Events. Dies waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der erfolgreichsten Reisebüros aus verschiedenen Ländern und ich durfte zusammen mit den wohl erfahrensten Reisenden ins Douro Valley nach Portugal fliegen – großartig! Allesamt waren so lieb und freundlich und haben mich direkt ins Team aufgenommen.

Bevor es jedoch in die Luft ging, musste ich an der Gepäckkontrolle ein paar Minuten mehr Zeit einplanen. Denn bei meinen Recherchen zur perfekten Fotografen-Handgepäck-Packliste wurde auch häufig erwähnt, dass das ein oder andere Röntgengerät Probleme macht. Daher musste auch ich kurz aus der Reihe tanzen und beweisen, dass ich keine illegalen Dinge im Gepäck hatte. Ein 70-200mm-Objektiv in Kombination mit Aufladekabeln kann da gern schon mal verdächtig aussehen. 😉 Aber die Kontrolleure waren super nett und wir haben nebenbei Smalltalk über Portugal gehalten. Hier wurde mir schon gesagt, dass Porto auch die “Harry-Potter-Stadt” genannt wird. Warum? Das sollte ich später noch erfahren.

High Up in the Sky!

“Boarding completed” – es kann losgehen. Douro Valley, ich komme! Der Sicherheitsgurt sitzt, der Platz am Notausgang mit unendlich viel Beinfreiheit ist eingenommen und die Sonne sollte mir schon bald ins Gesicht scheinen. Beim Start habe ich wieder gemerkt, wie sehr ich das Fliegen und das Reisen liebe. Das lag nicht nur daran, dass meine Mundwinkel parallel mit der steigenden Geschwindigkeit und Höhe nach oben gingen – sondern auch daran, dass es irgendwie verrückt ist, wenn dich ein Vogel aus Stahl und Leichtmetall über die Wolken bringt. Die Welt wirkt so klein und zerbrechlich und man kann sich bei Kaffee und Putensandwich auf ein fremdes Land freuen, das innerhalb kürzester Zeit erreicht werden kann. Und das beste?! Ich konnte es in diesem Moment mit meinem Job und meiner Leidenschaft verbinden. Kneift mich bitte mal jemand?

Olá Portugal! Prazer em conhecê-lo.

Sicher in Portugal gelandet, ging es auch gleich zur Sache. Ich hatte kurz Zeit meinen Koffer abzuholen und tigerte direkt im Anschluss über den Flughafen – immerhin muss die Fotografin immer einen Schritt voraus sein. 😉 Ich war bereits über 24h auf den Beinen und verspürte keinerlei Müdigkeit. Ich war einfach nur glücklich und begann zu arbeiten. Kurz gefasst habe ich die drei Tage in Portugal rund um die Uhr dokumentiert. Die Ankunft am Flughafen gehörte selbstverständlich dazu.

Der erste Programmpunkt sollte dann eine kurze Besichtigung des Hotels Pestana Palácio Do Freixo sein. Palacio trifft es schon ganz gut – dieses Haus war ein reiner Palast mit unendlich viel Geschichte. Die Zimmer wurden besichtigt, der erste Wein verkostet und es wurde Zeit, das erste von vielen atemberaubenden Essen zu verspeisen. Der erste Moment, um kurz zu realisieren, dass ich mittendrin steckte – mitten drin in meinem eigenen Traum, der zur Realität wurde.

Das Six Senses wartet – weiter geht’s

Die ersten Eindrücke waren im Kasten und schon ging es weiter zu unserem Hauptdomizil: Six Senses Douro Valley ♥ Dieses Hotel strahlt so viel Schönheit, Gelassenheit und Ruhe aus – da war man direkt beim Überschreiten der ersten Türschwelle tiefenentspannt. Dieses Haus darf sich mit fünf Sternen schmücken und gehört zu einer ganz besonders exklusiven Hotelkette, die vom “Six Senses-Gefühl” spricht. Ein Gefühl, das mir direkt gegeben wurde und bis heute anhält. Die Werte und Ziele von Six Senses sind alle auf ein nachhaltiges und umweltverträgliches Handeln ausgerichtet, was man direkt spürt. Lest Euch unbedingt mal durch die Philosophie dieser Marke – sie hat mich durch und durch überzeugt und beeindruckt!

Ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert – mitten in den Weinbergen des Douro-Tals

Angekommen ging es direkt weiter – Site Inspection durch erstklassige Suiten, die einen kurz in eine andere Welt katapultierten. Man muss dazu sagen, dass hier jedes einzelne Zimmer so individuell und eindrucksvoll gestaltet und eingerichtet ist, dass ein Vergleich untereinander kaum möglich ist. Auch hier spiegeln sich die Ziele und Werte der Marke Six Senses wieder – natürliche Materialien, Raum zum Entfalten und das Gefühl, angekommen zu sein. Sofort fühlte ich mich auf irgendeine Art und Weise “zuhause”. Daher war es auch klar, dass ich direkt jeden Winkel fotografieren und festhalten musste.

Das Programm ging weiter und gegen Mitternacht hieß es dann “Feierabend”! Satte 48 Stunden war ich auf den Beinen und dachte mir “Morgen klingelt zwar um 6:00 Uhr der Wecker, aber ein Bad in dieser VIP-Badewanne muss sein!” – und schwupps war ich drin.

Bom dia! Die Arbeit ruft.

Kein Start in den Tag ohne Frühstück. Naja okay – ich habe erst zwei Stunden gearbeitet aka. fotografiert und habe mir dann kurz Zeit genommen, das äußerst gesunde Frühstücksbuffet zu genießen. Ohja! Gesund! Das geht auch im Urlaub. Das Management bemüht sich, rein lokal einzukaufen und nur die Produkte zu verarbeiten, die aus der Region stammen. Zusätzlich sind alle Köstlichkeiten frisch zubereitet, zuckerreduziert und frei von Schadstoffen. Etwas Besseres kann man seinem Körper wohl nicht zuführen. Und schmecken tut es – ohjaaa!

Gut gestärkt ging es tagsüber wieder durchweg an die Arbeit und der Auslöser wurde nonstop betätigt.  Besonderes Highlight sollte an diesem Abend ein Ausflug in die Quinta da Pacheca sein. Das berühmte Herrenhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist im Douro Valley eine der bekanntesten Immobilien. Die Organisatoren des airtours-Teams haben sich hier etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um das einmalige Ambiente dieser Gegend noch einmal zu transportieren. Ein lautes “Wow!”, als ich als erste und isoliert (Fotografenjob sei dank!) den Raum betreten durfte, konnte ich mir nicht verkneifen.

“The Wine House Hotel” hat uns an diesem Abend nicht nur eine atemberaubende Location zur Verfügung gestellt, sondern auch einen Abend gezaubert, den man so schnell nicht wieder vergessen wird: Livemusik, 20 Jahre alten Portwein und tolle Reden und Vorträge über die Geschichte des Portweins inklusive.

Tag 3 – Porto & Gala Dinner

Und schon war der letzte richtige Tag im Douro Valley angebrochen. An diesem sollte Portugal noch einmal richtig kennengelernt werden. Daher ging es in einer kleinen Gruppe ins Herz der Region – in die Stadt Porto. Am Flughafen berichtete man mir ja bereits, dass diese Stadt mit seinem Charme und ihrer Verbindung zur Harry Potter-Geschichte sehr beeindruckend sein sollte. Ich war gespannt!

Unsere äußerst liebe und wissensstarke Reiseführerin, Marta, berichtete über viele interessante geschichtliche Hintergründe, die die Entwicklung der Stadt sehr gut veranschaulichten. Sieht man genau hin, erkennt man, wie die Stadt wachsen konnte. Schritt für Schritt und manchmal leicht chaotisch, wie Marta immer wieder hervorhob. 😉 Aber gerade diese leicht unstrukturierte und bodenständige Ausstrahlung macht die Stadt so sympathisch!

Schnell wurde mir dann auch klar, warum die Stadt mit der Geschichte von Harry Potter assoziiert wird, als eine Studentengruppe auf uns zu kam. Coimbra ist die traditionsreichste Hochschule Portugals, was schnell ersichtlich wird: Ein Teil der Gruppe trug schwarze Umhänge, wie sie auch Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger trugen. In Porto wird eine richtige Universitätskultur gelebt, in der es verschiedene Hierarchien und Rollen gibt – äußerst interessant! Und warum Harry Potter? J.K. Rowling studierte lange Zeit in Porto und schrieb vermutlich die ersten Notizen in dieser Stadt zusammen. Sie ließ sich aber nicht nur von der charakteristischen Kleidung inspirieren, sondern auch von der Buchhandlung Livraria Lello: 

Lunchtime – aber bitte mit Meerblick!

Wenn man die meiste Zeit zwischen all den Weinbergen verbringen darf, sehnt sich das kleine Meeresherz aber schon ein wenig nach der Küste – zum Glück hatte airtours auch hieran gedacht! Ein wirklich sehr leckeres Mittagessen im Praia da Luz wurde organisiert – Panoramasicht inklusive. Ein Besuch ist definitiv empfehlenswert!

Zwischen all den Programmpunkten hatten die Teilnehmer der Reise die Möglichkeit, die Angebote des Hotels kennenzulernen. Das Six Senses Douro Valley bietet eine große Bandbreite unterschiedlichster Aktivitäten an. Von Yoga, über Weinproben bis hin zu Mountain-Biking-Touren und Earth-Lab-Kursen. Wie gern hätte ich jeden einzelnen Kurs mitgemacht! Aber die Arbeit ging vor, auch wenn ich hätte teilnehmen dürfen. 😉

Krönender Abschluss – das Gala-Dinner im Douro Valley

Was wäre eine solche Reise, ohne einen gebührenden Abschluss? Daher gab es am Dienstagabend noch ein Gala-Dinner, bei dem sich alle noch schicker gemacht haben, als sie eh schon die ganze Zeit waren. Die Küche hat mal wieder gezeigt, was sie kann. ♥ Tolle Reden rundeten den Abend ab!

Am nächsten Morgen hieß es dann auch nur: Ein letztes Mal das leckere Frühstück genießen, Koffer in die Hand und Abflug! Morgens um 8:30 Uhr ging es los und abends um 21:00 Uhr saß ich dann zusammen mit meinem Freund im Burger-Restaurant und ließ meiner Begeisterung freien Lauf. Trotz langer Rückreise war ich voller Euphorie und schwärmte, was das Zeug hielt. Dass das ein Job war, musste ich mir immer wieder vor Augen führen. Arbeit fühlt sich doch eigentlich anders an?

Ich bin unendlich froh, dass mich diese Leidenschaft zu diesem Moment geführt hat. Harte Arbeit, kurze Nächte, lange Tage und wenig Freizeit zahlen sich dann doch irgendwann aus. #clickwithlove 

Ich muss mich an dieser Stelle vor allem bei TUI / airtours bedanken, mit denen ich diese Tage über zusammenarbeiten durfte und die mir das ganze ermöglicht haben. Eine perfekte Organisation und Betreuung der Reise setzte der Sahnetorte noch die Kirsche auf. Danke!

Zu guter Letzt noch ein paar Eindrücke des wundervollen Hotels Six Senses Douro Valley, das definitiv einen Platz in meinem Herzen eingenommen hat: